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Uni-Kliniken in Homburg: „Leben retten und erhalten“ ist das Motto

Uni-Kliniken in Homburg : „Leben retten und erhalten“ ist das Motto

Das Universitätsklinikum in Homburg ehrte treue Blutspender. Einige davon, wie Dieter Dörrenbecher und Jürgen Lauterborn, hatten bereits 200 Mal an den Blutspendeterminen teilgenommen.

Blutspenden ist lebenswichtig und unverzichtbar. Dies wurde bei der Ehrung von zahlreichen Blutspendern im großen Sitzungssaal des Homburger Rathauses mehr als deutlich. Und auch dies: Ohne Blutspender geht es nicht. Und deswegen ist es wichtig, diejenigen, die immer wieder ihr Blut geben, auch besonders zu würdigen.

Universitäts-Professor Hermann Eichler, Direktor der Klinik für Hämostaseologie und Transfusionsmedizin des Uniklinikums Saarland in Homburg: „Leider spenden nur vier Prozent der möglichen Blutspender aus der Bevölkerung Blut.“ Blut werde in großen Mengen, unter anderem bei Operationen und Notversorgung bei Unfällen gebraucht. „Blut kann nicht künstlich hergestellt werden, umso wichtiger ist es, dass wir Ärzte und Mediziner auf Blutkonserven jederzeit und in großer Menge zurückgreifen können“, so Dr. Holger Keßler, Leiter des Referates Medizin Grundsatzangelegenheiten, Versorgung, Gesundheit von Bevölkerungsgruppen des Saarlands, am Dienstag bei der Blutspenderehrung im Rathaus Am Forum. Sein Appell an die Blutspender: „Bitte werben Sie in ihrem Bekannten- und Freundeskreis für Blutspenden.“ Unter dem Motto „Leben retten und auch erhalten“ sollten sich mehr Bürger an den Blutspendeterminen der Universitätskliniken Homburg und bei denen der DRK-Ortsvereine melden und an diesen auch teilnehmen.

Professor Bernhard Schick, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums des Saarlandes, bedankte sich wie seine Vorredner bei den Blutspendern für ihre stetige und häufige Teilnahme am Blutspenden. Auch er hob hervor, dass die Zahl von nur vier Prozent der Spendewilligen aus der Gesamtbevölkerung in Deutschland viel zu wenig sei, um den „Beitrag zur Erhaltung von Leben und Rettung zu leisten“. Jeder Mensch müsse damit rechnen, selbst von Blutkonserven abhängig zu sein. Mit Blutspenden leiste man seinen Teil zum Wohl der Gesellschaft. Den Dankesworten an die Spender schloss sich Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind an. Er betonte: „Alle Menschen und Bürger sind aufgerufen, mit ihrer Blutspende einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.“

Blutspendetermine am Universitätsklinikum in Homburg gibt es jede Woche. Erstspender können sich montags und dienstags von 8 bis 11 Uhr sowie von 13 bis 14 Uhr im Insitut für Klinische Hämostaseologie in der Kirrberger Straße melden. Zudem stehen mittwochs und donnerstags von 13 bis 18.30 Uhr die Mitarbeiter des Blutspendedienstes für Erstspender für Beratung und Blutentnahme zur Verfügung.

Mehrfachspender sind montags und dienstags von 8 bis 11.45 Uhr sowie von 13 bis 14.45 Uhr und mittwochs und donnerstags von 13 bis 20 Uhr willkommen. Telefonisch gibt es Informationen unter der Nummer (0 68 41) 16 225 40.

Täglich werden allein im Saarland 180 Blutkonserven am Tag benötigt. Um den Bedarf an Blut weiter zu decken, ist das Saarland auf Blutpräparate aus anderen Bundesländern angewiesen.

 Blutspenden sind wichtig – und es gibt im Saarland viel zu wenig davon. Daher fehlen auch Blutkonserven (unser Bild).
Blutspenden sind wichtig – und es gibt im Saarland viel zu wenig davon. Daher fehlen auch Blutkonserven (unser Bild). Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Für 454 Blutspender, die mehrfach gespendet haben – sie kommen auf 25 Spenden bis über 300 Spenden – war die besondere Blutspendenehrung im Homburger Rathaus vorgesehen. 55 Spender waren zur Auszeichnung erschienen, darunter Sabrina Breyer, Andreas Ecker, Michael Emmerich und Holger Malischke, die  für über 100 Spenden geehrt wurden. Über 200 Mal zum Blutspenden kamen bisher Dieter Dörrenbächer und Jürgen Lauterborn.