"Ladenzentren gehören in die Innenstadt"

"Ladenzentren gehören in die Innenstadt"

St. Ingbert. Keine negative Folgen erwartet die Stadt St. Ingbert von Plänen für ein riesiges Einkaufszentrum im benachbarten Homburg. Wie berichtet will die Einkaufs-Entwicklungsgesellschaft (ECE) in der Kreisstadt auf dem innenstadtnahen Enklerplatz ein neues Ladenzentrum errichten

St. Ingbert. Keine negative Folgen erwartet die Stadt St. Ingbert von Plänen für ein riesiges Einkaufszentrum im benachbarten Homburg. Wie berichtet will die Einkaufs-Entwicklungsgesellschaft (ECE) in der Kreisstadt auf dem innenstadtnahen Enklerplatz ein neues Ladenzentrum errichten. Auch wenn das derzeit noch Zukunftsmusik sei, habe das Projekt nach Ansicht von Jürgen Schmidt (Foto: SZ) durchaus eine mittelbare Wirkung auf Vorhaben in der Mittelstadt. Der St. Ingberter Wirtschaftsförderer: "Das Homburger Beispiel zeigt, dass unsere Intention, ein Ladenzentrum in der Innenstadt anzusiedeln, der richtige Weg ist."Ein solches Center soll in St. Ingbert unter Einschluss des leerstehenden früheren Sinn-Leffers-Gebäudes entstehen. Für ein solches Konzept will die Wirtschaftsförderung nach Schmidts Angaben einen Entwickler gewinnen, der den in der Innenstadt bestehende Einzelhandel mit einbezieht. So solle verhindert werden, dass Neuansiedlungen Leerstände an anderer Stelle in der Innenstadt verursachen. "Experten nennen das offenes Center", erläuterte der Wirtschaftsförderer.Eine unmittelbare Wirkung der Homburger ECE-Pläne auf Projekte in St. Ingbert schließt Schmidt im Übrigen - gestützt auf die im Auftrag der Stadt von der CIMA im September 2009 erstellte "Einzelhandelskonzeption für die Stadt St. Ingbert" - sogar aus: "Das Einzelhandelsgutachten kommt zu eindeutigen Schluss, dass Homburg nicht zu den Einzugsgebieten St. Ingberter Geschäfte zählt."Ansonsten ist die Stadt St. Ingbert guter Dinge, dass es zu einer Lösung für ein neues Ladenzentrum an der Kaiserstraße kommen wird. Entsprechende Verhandlung liefen derzeit, betonte Schmidt. Dieser kündigte zudem an, Anfang Oktober mehrere Tage deutschlandweit zu Gesprächen mit Investoren unterwegs zu sein. Vor allem. "um gezielt solche in die jeweilige Innenstadt integrierte Einkaufscenter anzuschauen". Auch der Blick auf die Baumwollspinnerei als künftiges Kunst- und Kulturzentrum stärkt den Optimismus des Wirtschaftsförderers: "Auch in Verbindung mit diesem Projekt kann in der St. Ingberter Innenstadt etwas Besonderes entstehen." schet

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