Kuscheltiere im Operationssaal

Homburg · Bei der Teddyklinik Ende April helfen Medizin-Studenten Plüsch-Patienten.

 Die Teddyklinik der Medizinstudenten gibt es schon etliche Jahre. Hier entnahmen vor zwei Jahren die beiden operationstechnischen Assistentinnen (OTA) Lisa Albrecht (links) und Saskia Interliggi im Saalbau einem Teddy Herz, Leber und Lunge. Foto: Stumm/SZ-Redaktion

Die Teddyklinik der Medizinstudenten gibt es schon etliche Jahre. Hier entnahmen vor zwei Jahren die beiden operationstechnischen Assistentinnen (OTA) Lisa Albrecht (links) und Saskia Interliggi im Saalbau einem Teddy Herz, Leber und Lunge. Foto: Stumm/SZ-Redaktion

Foto: Stumm/SZ-Redaktion

() Wenn im Homburger Saalbau Medizinstudenten mit Kittel und Stethoskop durch die Flure laufen und vor dem Gebäude der Rettungswagen mit Blaulicht steht, dann ist es wieder einmal so weit: Die Teddyklinik Homburg ist bereit für die Versorgung der Kuscheltiere von Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren. Ob Spritzen, Pflaster und Verbände für Teddys, Puppen und Pinguine: Für sie alle bieten auch in diesem Jahr Medizinstudenten wieder im Saalbau ärztliche Hilfe an und zwar vom 27. bis 29. April. Schon in den Vorjahren kam das Angebot richtig gut an.

In der Teddyklinik können Plüschtiere und Puppen von ehrenamtlich tätigen Medizinstudenten verarztet werden. Egal ob Teddyschnupfen, Krokodilzahnschmerzen oder ein gebrochener Drachenflügel: Jedes Tier wird von den engagierten Teddyärzten gründlich untersucht und dann bestens versorgt werden. Dafür verfügt die Teddyklinik über einen Ultraschall, ein selbst gebautes "CT" und ein Röntgengerät, einen Teddybär-Operationssaal und eine Apotheke, in der auf jedes Kind eine kleine Überraschung wartet. So kann man auch nach der Kuscheltierversorgung beispielsweise noch im Ultraschall das eigene Herz schlagen sehen, im OP bei der Teddybär-Narkose mithelfen oder einmal den Rettungswagen von innen erkunden.

Neben viel Spaß für die ganze Familie hat das Projekt auch einen sehr praktischen Nutzen: Durch das Miterleben der ärztlichen Versorgung in der Beobachterrolle soll den Kindern die Angst vor Arzt- oder Krankenhausbesuchen genommen werden. Denn wenn man weiß, was passiert, fällt der nächste Arztbesuch gar nicht mehr so schwer, schreiben die Organisatoren. Auch für die Studenten ist die Zusammenarbeit mit den Kindern jedes Jahr aufs Neue eine tolle Erfahrung.

Die Teddyärzte laden am 27. und 28. April von 15 bis 17 Uhr und am 29. April von 9.30 bis 13 Uhr in den Saalbau Homburg, Zweibrücker Straße 22, zur öffentlichen Sprechstunde ein. Eine Anmeldung ist für Einzelpersonen oder Familien nicht erforderlich. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Alexander Funk.