Kunstrasen und Bauprojekte

Homburg · Bauprojekte, Zuschüsse für Kunstrasenplätze in Kirrberg und Bruchhof, Windenergie, aber auch Informationen zur Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in Homburg: Um all das geht es am Donnerstagabend in der Sitzung des Homburger Stadtrates.

 Stimmt der Stadtrat am Donnerstag zu, dann gibt es in Kirrberg und Bruchhof für die Umwandlung der Hartplätze zu Kunstrasenplätzen jeweils einen Zuschuss von 150 000 Euro. Foto: Thorsten Wolf

Stimmt der Stadtrat am Donnerstag zu, dann gibt es in Kirrberg und Bruchhof für die Umwandlung der Hartplätze zu Kunstrasenplätzen jeweils einen Zuschuss von 150 000 Euro. Foto: Thorsten Wolf

Foto: Thorsten Wolf

Für seine letzte Sitzung vor der Sommerpause hat sich der Homburger Stadtrat ein durchaus ansehnliches Themen-Paket geschnürt. Im Mittelpunkt dabei: Das Bauen. Gleich neun Mal geht es bei den insgesamt 20 Tagesordnungspunkten im öffentlichen Teil direkt oder mittelbar um Bauangelegenheiten. Ganz besondere Freude, so sie denn beschlossen werden, dürften die beiden Zuschüsse in Höhe von je 150 000 Euro für die neuen Kunstrasenplätze in Kirrberg und Bruchhof auslösen. Aber noch weitere, für die Öffentlichkeit relevante Themen finden sich auf der Tagesordnung. So soll für den Enklerplatz der Entwurf eines Flächennutzungsplan beschlossen werden. Und noch ein zweites Mal geht es um die Einkaufs-Center-Ansiedlungsfläche, nämlich dann, wenn der Stadt auch über den Entwurf eines Bebauungsplanes befinden soll.

Auch ein weiteres Reizthema der vergangenen Monate wird die Stadtratsmitglieder am Donnerstagabend im großen Sitzungssaal im Homburger Forum beschäftigen, namentlich die Windenergiegewinnung in der Stadt. Zum Hintergrund: In der Vergangenheit waren die saarländischen Kommunen dazu aufgefordert, in einem Prüfverfahren zu ermitteln, wo auf ihrem Gemeinde- oder Stadtgebiet die Ansiedlung von Windkraftanlagen möglich ist. In Homburg brachte diese Überprüfung drei "Konzentrationszonen". Dies ist zum einen die als "Suppenschüssel" bezeichnete Waldkuppe östlich von Sanddorf. In diesem Bereich, so die Begründung, habe man eine mittlere Eignung festgestellt. Zudem seien hier "keine rechtlichen oder tatsächlichen entgegenstehenden Gründe erkennbar". Natürlich auch eine der empfohlenen Flächen ist die "Weiße Trisch" südlich von Kirrberg. Wie mehrfach berichtet, gibt es hier schon konkrete Pläne für die Ansiedlung von Windkraftanlagen. Dieses Thema beschäftigt Bürger und die Homburger Politik schon seit Monaten (wir berichteten mehrfach). Diesem Gebiet attestiert die Prüfung eine hohe Eignung. Und auch hier stünden keine rechtlichen Gründe gegen eine Ansiedlung von Windkraftanlagen. Als drittes Gebiet weißt das Ergebnis des Standortfindungsprozesses die Einöder Höhe nordöstlich von Einöd im Grenzgebiet zu Zweibrücken aus. Auch diesem Bereich wird eine hohe Eignung zugesprochen, allerdings könnten hier artenschutzrechtliche Aspekte, so ein unmittelbar angrenzender Milan-Horst, einer entsprechendes Ausweisung als Standort von Windkraftanlagen entgegenstehen. Am Donnerstag nun soll der Stadtrat darüber beschließen, diese drei Flächen im weiteren Verfahren zu Aufnahme in den Flächennutzungsplan "Windenergie" vorzusehen.

Und mit was werden sich die Stadtratsmitglieder noch beschäftigen? Zum Beispiel mit der Situation der Flüchtlinge in der Stadt und deren Verteilung auf die Stadtteile. Hintergrund ist hier ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion . Dieses Thema greift auch ein Antrag der Linken auf, die eine Unterrichtung über den Sachstand zur Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in Homburg wünschen.

Ein weiterer Diskussionspunkt: Auf Bestreben der CDU soll die Stadtverwaltung dazu aufgefordert werden, die Kosten für ein kostenloses W-LAN in der Innenstadt zu prüfen.

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