Kunst, die aus der Seele kommt

Homburg. Unter dem Titel "Malverwandtschaften" wurde im Foyer des Rathauses eine gemeinsame Ausstellung von Eva und Ruth Dahl eröffnet. Sie zeigt insgesamt 62 Arbeiten der beiden Künstlerinnen und ist bis zum 9. Januar zu sehen. Eva Dahl setzte den Schwerpunkt bei Acryl, arbeitete aber auch mit Sprühlack, Sand, Spachtelmasse, Jute oder Sand

Homburg. Unter dem Titel "Malverwandtschaften" wurde im Foyer des Rathauses eine gemeinsame Ausstellung von Eva und Ruth Dahl eröffnet. Sie zeigt insgesamt 62 Arbeiten der beiden Künstlerinnen und ist bis zum 9. Januar zu sehen. Eva Dahl setzte den Schwerpunkt bei Acryl, arbeitete aber auch mit Sprühlack, Sand, Spachtelmasse, Jute oder Sand. Ruth Dahl schuf die Mehrzahl ihrer Arbeiten in Acryl auf Leinwand. Daneben wählte sie aber auch Bütten oder Papier als Malgrund. Für Eva und Ruth Dahl, die miteinander verschwägert sind, war es ein besonderes Ereignis, hatten ihre Arbeiten doch großes Interesse in Homburg und über die Stadt hinaus gefunden. Das zeigte sich auch im guten Besuch der Vernissage. Für Bürgermeister Klaus Roth war die Eröffnung ein nicht minder bedeutsam: es war die erste Kunstausstellung, die er in seiner neuen Funktion eröffnete. Er berichtete, schon vor der offiziellen Eröffnung zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gesehen zu haben, die nach dem Erledigen von Behördengängen bei den Arbeiten von Eva und Ruth Dahl verweilten und die Bilder auf sich wirken ließen. Sehr gut kam bei den Gästen der Vernissage die musikalische Einleitung durch Lisa Hahnenwald an. Mit ihrem einfühlsamen Violinespiel gab die junge Musikerin dem Abend eine besondere Note. Karl-Heinz Schnabel, vielen Homburgern durch seine langjährige Lehrtätigkeit am Saarpfalz-Gymnasium bestens im Gedächtnis, hatte den Einführungsvortrag übernommen. Er gab einen kurzen Überblick über den künstlerischen Werdegang von Eva und Ruth Dahl, die übrigens im selben Jahr geboren sind. Eva Dahl male seit über 20 Jahren, Ruth Dahl seit ihrer frühesten Kindheit. Autodidaktisch erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse hätten beide Malerinnen später ein Studium folgen lassen. Bei Eva Dahl griff der Redner unter anderen den Maler, Karikaturisten und Zeichner Walter Halbinger heraus. Zum Malen kam durch den Einfluss anderer Künstler der Umgang mit Stoff, Ton oder Pappe. Eva Dahl leite heute selbst Kurse. Im Goetheaneum Basel im schweizerischen Dornach und bei Friedrichs in Basel habe sich Ruth Dahl künstlerisch weiter gebildet. Wolfgang Gorius, György Lehozky oder Richard Eberle hießen wichtige Vorbilder für Ruth Dahl. War der Werdegang auch unterschiedlich, so zeige der formale Aufbau und genaue Kenntnis der Techniken Gemeinsamkeiten und erkläre den Titel "Malverwamdtsschaften". Arbeiten mit Aquarelltechnik, Experimente mit Acrylfarben, der Einsatz von Mischtechniken zeigten Parallelen auf. "Kunst entsteht in der Seele und erzeugt reine Lebensfreude" sei eine markante Aussage von Ruth Dahl. Karl Heinz Schnabel hatte aber auch eine Aussage von Eva Dahl im Gedächtnis: "Nach Stress-Situationen greife ich zu Acrylfarben und warte, was kommt", hatte die Malerin verraten, die auch die Möglichkeit einer "explosiven Phase" bei dieser Arbeit beschrieb. "Nach Stress-Situationen greife ich zu Acrylfarben und warte, was kommt." Eva Dahl