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Kulturamt, Stadtbusbüro und Touristeninfo sind in Homburg umgezogen

Neues Gebäude in der Talstraße : Alles ist hell und einladend für Besucher

Das Tourismusbüro der Stadt Homburg, „Tourist Info“ genannt, hat ab heute sein Zuhause am Kreisel in der Talstraße. Es soll eine wichtige Anlaufstelle für Gäste werden, die in Homburg zu Besuch sind.

Die Idee, dem Homburger Kulturamt am Kreisel in der Talstraße ein neues Zuhause zu geben ist alt. Zum ersten Mal berichtete unserer Zeitung im Jahr 2013 ausführlich darüber, nachdem der Saarpfalz-Kreis das frühere Gebäude der Landeszentralbank, zuletzt Eigentum der Kreissparkasse Saarpfalz, noch unter Landrat Clemens Lindemann angekauft hatte.

Als interkommunale Zusammenarbeit sollte dort mit dem Jobcenter und dem Kreisjugendamt auf der einen und städtischen Verwaltungseinheiten auf der anderen Seite eine Art von neuem Verwaltungszentrum entstehen. Ging das bei den Einrichtungen des Saarpfalz-Kreise trotz nötigen Neu-Anbaus verhältnismäßig zügig voran, zog sich der Umzug des Homburger Kulturamtes deutlich länger hin.

Doch seit Mittwoch ist dieses Kapitel abgeschlossen und die ersten Seiten eines neuen wurden aufgeschlagen. Ganz offiziell nun „Tourist Info“ genannt, hat das Kulturamt jetzt sein Zuhause am Kreisel in der Talstraße. Und auch das Stadtbus-Büro, früher im Tal-Zentrum beheimatet, ist nun dort zu finden – für die zuständige Abteilungsleiterin Susanne Niklas eine sinnvolle Zusammenführung von Themen, die aus ihrer Sicht auch zusammen gehören: Das Angebot von touristischen Informatioen und solchen zum ÖPNV. Niklas war es auch, die am Dienstagnachmittag Homburgs Bürgermeister Michael Forster Einblicke in zahlreiche Details der neuen Räumlichkeiten gab.

Und zu sehen gab es für den Verwaltungschef einiges, hatte man sich doch in Sachen Innenarchitektur so einige Gedanken gemacht: Alles wirkt hell und modern, die „Schalterbereiche“ sind unterschiedlichen Informationsangeboten zugeordnet, die Tourist-Info macht einen aufgeräumten und kundenfreundlichen Eindruck. Witziger Effekt: Das Licht-Design der Innenbeleuchtung ist zum Teil in seiner Farbe frei wählbar, über dem Kundenbereich wurde in der Decke ein künstlicher Himmel installiert. Elemente in der Struktur von Stroh sollen zudem die Nähe Homburgs zur Biosphäre Bliesgau signalisieren und zeigen: Man versteht sich auch als Tor zu dieser Kulturlandschaft. Hinter dem Schalterbereich liegen die Büros der Mitarbeiter der „Tourist Info“ - auch hier alles hell und sauber gestaltet.

Für Susanne Niklas liegen die Vorteile des neuen Standortes klar auf der Hand: „Es ist wirklich ein Mehrwert für Homburg und die Bürger. Tourist-Information und Stadtbus-Büro sind vereint, wir sind näher an die Innenstadt gerückt. Wir haben erweiterte Öffnungszeiten für das Kulturamt. Wir sind insgesamt kundenfreundlichen und service-orientieter.“

Auch Homburgs Bürgermeister Michael Forster zeigte sich sehr glücklich darüber, dass nach der langen Zeit der Planungen der Umzug des Kulturamtes an den Kreisel nun endlich geglückt sei. „Für uns als Stadt ist das hier eine wichtige, erste Anlaufstelle für Menschen, die hier in Homburg zu Besuch sind – aber auch für die Homburgerinnen und Homburger selbst.“ Die neue „Tourist Info“ hat damit für Forster einen hohen Stellenwert auf dem Zukunftsmarkt Tourismus. „Das ist enorm wichtig. Denn der Tourismus ist mit Blick auf die Zukunft ein Potential, das wir noch viel stärker nutzen wollen und müssen. Wir haben schöne touristische Ziele. Und die müssen wir noch besser vermarkten. Deswegen ist die neue ‚Tourist Info‘ für mich ein erster Schritt hin zu einer besseren Vermarktung.“ Dabei gehe es, wie Forster klar machte, auch darum, die Vernetzung der touristischen Highlights in Homburg besser herzustellen.

Doch unter welchem Leitbild soll Homburg als Ziel von Touristen vermittelt werden? Hier verdeutlichte Susanne Niklas, in Übereinstimmung mit Michael Forster, dass der Schlossberg die zentrale „Marke“ sei. „In den Fokus der touristischen Entwicklung und des touristischen Marketings wird ganz klar unser Schlossberg rücken. Das ist unser Hausberg, er bietet Attraktionen mit den Schlossberghöhlen, mit der Festung und den Wanderwegen. Das ist eigentlich unser Schwerpunkt: der Schlossberg als Gesamtensemble.“