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Kultur-Zwangspause im Saalbau Homburg dauert mindestens noch bis März

Keine Meisterkonzerte, kein Theater bis mindestens März : Im Saalbau bleibt es noch lange still

Dass es bei Meisterkonzerten und Theatergastspielen im Saalbau keine normale Saison werden würde, wusste man schon lange. Nun rechnet man in Homburg frühestens mit einem Neustart im März.

Es bleibt still in den Konzert- und Theatersälen, der Lockdown wurde verlängert. Wie und wann es weitergehen kann auf den Bühnen, ist eine der vielen Fragen, die bislang nicht beantwortet wurden. Die ersten Theater vertagen sich schon auf Ostern. Auch das saarländische Staatstheater hat sich auf eine Wiedereröffnung ab dann eingestellt. Und wie sieht es in Homburg bei den Theatergastspielen und Meisterkonzerten aus. Werden diese komplett abgesagt? Oder gibt es schon einen vorsichtigen Termin für den Re-Start? Das Programm für 2021 stehe, an eine totale Absage denkt man nicht, teilt Achim Müller von der Abteilung Kultur und Tourismus auf Nachfrage mit. Vorgesehen sei ein Start ab März 2021 – natürlich unter Vorbehalt. Frühere Termine seien bereits verlegt worden. Ein einziges Theaterstück, das im Februar stattfinden sollte und bereits aus 2020 dorthin verlegt wurde, werde jetzt noch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, möglicherweise 2022. Sollte im März noch nichts gehen, dann würden die Konzerte und Theaterstücke ab diesem Monat je nach Corona-Entwicklung bei Bedarf ebenfalls verlegt, diese Möglichkeit sei vertraglich geregelt, so Müller weiter.

 Grundlegend sei man flexibel angesichts der Vertragsausgestaltung, „einen fixen Starttermin können wir jetzt nicht ins Auge zu fassen, da ja niemand weiß, wie es weitergeht“.

 Ein Schaden in Form von Vertragsstrafen entstehe der Stadt aufgrund der „vorausschauenden Vertragsgestaltung“ nicht. Allerdings erwarte man „durch eine etwaige Besucherbegrenzung wegen Abstandsregeln“ oder eben auch weil Besucher noch Vorsicht walten lassen Einnahmeausfälle beim Ticketverkauf.

 Es gibt zudem eine grundlegende Änderung bei der Saisonplanung. Normalerweise startet man ja nach der Sommerpause in eine neue Konzert- und Theaterrunde, die dann wiederum bis zum Sommer im drauffolgenden Jahr läuft. Nun sieht es so aus, dass die Planung bis zum Jahresende 2021 läuft. „Wir wollen die Saison an das Kalenderjahr/Wirtschaftsjahr angleichen, da dies im Hinblick auf die Finanzplanung sinnvoller ist“, sagt Müller. Für 2022 habe man bewusst noch keine Termine festgelegt, da unklar sei, „wie viele Konzerte und Theaterstücke ohnehin in das Folgejahr verschoben werden müssen“, erläutert er. Auch da wird Corona mit all den begleitenden Einschränkungen also noch lange Nachwirkungen haben. Zumindest bleibt es bei den Meisterkonzerten personell beim Alten. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand bleibe Markus Korselt, der künstlerische Leiter der Meisterreihe, weiter an Bord, teilt Müller mit.

Die Meisterkonzerte hatten im Oktober unter strikten Coronaregeln begonnen, sie wurden verkürzt und jeweils zweimal an einem Abend gespielt, natürlich galt ein strenges Hygiene- und Abstandskonzept – es durfte nur ein kleiner Teil der Plätze im Saalbau besetzt werden. Auch eine Maskenpflicht wurde eingeführt.

Vor dem November-Lockdown konnten noch zwei Meistertermine stattfinden: einer mit Andreas Staier am Hammerklavier und einer mit dem Aris Quartett. Dann war wieder alles vorbei. Im Dezember sollte beispielsweise der bekannte Pianist Martin Stadtfeld in den Homburger Saalbau kommen – es bleibt hier aber nun weiter still. Die Theatersaison war erst gar nicht gestartet.