Künftig Kranzniederlegung statt Gedenkfeier

Künftig Kranzniederlegung statt Gedenkfeier

Das Thema Container beschäftigte den Einöder Ortsrat am Donnerstag. Zu viele davon würden das Ortsbild verschandeln, hieß es in der Sitzung. Ortsvorsteher Schubert will sich bei der Stadt sachkundig machen.

In der Ortsratssitzung in Einöd am Donnerstagabend ging es unter anderem um das Thema Volkstrauertag. Insbesondere sollte entschieden werden, ob die Gedenkfeier in Schwarzenacker, bei der regelmäßig eine Blaskapelle, Pfarrerin und Ortsrat mitgewirkt haben, im bekannten Stil stattfinden oder ob ganz darauf verzichtet werden sollte. Bei der letztjährigen Feier seien nämlich gerade einmal zwei Bürger erschienen. Letztlich beschloss der Ortsrat einen Kompromiss: Mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal, das sich auf dem Friedhof befindet, soll in Zukunft der Toten gedacht werden.

Am Mahnmal

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Altkleidercontainer, die im Gemeindebezirk überhand zu nehmen scheinen. Das sei nicht gut fürs Ortsbild, meinte Ulrich Fremgen (SPD ). Einige der Container seien nicht offiziell angemeldet, berichtete Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD ). Er wolle diesbezüglich bei der Stadt noch einmal nachhaken. Punkt drei der Sitzung behandelte die etwas seltsamen Messwerte, die die Verkehrsmesstafeln im Gemeindegebiet geliefert hätten: Da hätten sich zum Teil massive Differenzen ergeben zwischen der Anzahl der Fahrzeuge in Fahrt- und Gegenrichtung. Mit den Zahlen könne man nichts anfangen, so Schuberth. In der nächsten Sitzung des Ortsrates solle diesbezüglich ein Experte eingeladen und befragt werden.

Danach gab es einen einstimmigen Beschluss zum Thema "sichere Verbindung zwischen Webenheimer Straße und Wattweiler Tal", und zwar den, dass dort eine Lücke für Radfahrer und Fußgänger geschlossen werden soll. Derzeit sei es so, dass diese zweimal die B 423 überqueren müssten, um von Einöd aus ins Wattweiler Tal zu kommen. Das sei gerade für Familien mit Kindern sehr gefährlich, da an dieser Stelle die Autos mit 80 Kilometern pro Stunde vorbeifahren. Der Landesbetrieb für Straßenbau habe bei einem Ortstermin signalisiert, dass die Lückenschließung kein Problem sei.

Außerdem wurde berichtet, dass der geplante Skulpturenweg 112 000 Euro kosten soll, und zwar ohne die Skulpturen, die die Galerie Beck kostenlos aufstellen und pflegen wolle. Was die Sanierung der Hauptstraße anging, informierte Thomas Quirin, Abteilungsleiter für Tiefbau der Stadt, dass Mitte bis Ende April damit begonnen werden könne. Zum Dauerbrenner Umgehungsstraße (wir berichteten) gab der Ortsrat eine Mitteilung heraus, in der noch einmal festgestellt wurde, dass durch die Einstufung als "vordringlicher Bedarf" im Bundesverkehrswegeplan "der Rückschlag, den das Projekt durch offene und auch heimliche Torpedierung durch grüne Politiker erlitten hat, zumindest teilweise wieder ausgeglichen" sei.