Kreissparkasse Saarpfalz investiert in ihr Online-Dienstleistungen

Kreissparkasse Saarpfalz : Kreissparkasse bleibt in Fläche präsent

Nachdem im Vorjahr sieben Geschäftsstellen der Kreissparkasse Saarpfalz geschlossen worden waren, sind 2019 zunächst keine weiteren Schließungen geplant. Großen Raum nimmt auch der Ausbau der Online-Angebote ein.

Gute Nachrichten trotz schwierigen Fahrwassers kündigte Landrat Theophil Gallo bei der Bilanzpressekonferenz der Kreissparkasse (KSK) Saarpfalz am Mittwochabend in Homburg an. Es könne trotz erschwerter Rahmenbedingungen wie der anhaltenden Niedrigzinsphase, Themen wie der Regulatorik, wie dem Datenschutz, was Ressourcen binde, ein vorzeigbares Ergebnis präsentiert werden, sagte Gallo, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Saarpfalz ist.

Ein „ordentliches Jahr“ sah dann auch Vorstandsvorsitzender Armin Reinke, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Ralph Marx Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres und Ziele vorstellte. Was kurz bedeutet: Gute Volumensentwicklung im Einlagen- und Wertpapiergeschäft, Zuwächse im Kreditgeschäft bei Firmenkunden, eine Vielzahl der Kredite gehe dabei an den Mittelstand. Bei Privatkunden habe man den Bestand gehalten, allerdings sei das Kreditgeschäft bei den öffentlichen Haushalten rückläufig, grundsätzlich daher, da die Kommunen nach zinsgünstigeren Möglichkeiten suchten. Bei  einer zufriedenstellenden Ertragslage habe das Kernkapital weiter gestärkt werden können. Im Geschäftsjahr 2018 erreichte die KSK Saarpfalz eine Bilanzsumme von 1,85 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,82 Milliarden).

 Für die Sparkasse wichtig, die Präsenz und damit zusammenhängend  Investitionen in zwei Welten. Man verbinde die persönliche Nähe mit der digitalen Welt, erläuterte Reinke. Einerseits wurde und werde das digitale Angebot ausgebaut,  andererseits bleibe die Präsenz in der Fläche mit stationären Geschäftsstellen. Neben dem Digitalen „sind wir stark in  persönlicher Beratung“, hob Vorstandsmitglied Marx hervor.  Dafür stehen 26 Geschäftsstellen, sieben zusätzliche Standorte mit Geldautomaten, insgesamt verfüge man über 43 Geldautomaten, 28 SB-Terminals und  26 Kontoauszugsdrucker. Hier bleibt zunächst einmal im Wesentlichen alles wie es ist. Nachdem im Vorjahr sieben wenig nachgefragte und technisch in die Jahre gekommene Geschäftsstellen geschlossen worden waren, im Gegenzug aber auch benachbarte Geschäftsstellen modernisiert wurden, seien 2019 keine weiteren Schließungen geplant. Allerdings, so fügte Reinke mit Blick auf eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren hinzu, er sage „niemals nie“, man  reagiere hier auf das Kundenverhalten. Beim Thema persönliche Beratung hob Reinke hervor, dass gerade auch  junge Kunden trotz der Online-Möglichkeiten bei komplexen Frage einen Ansprechpartner vor Ort schätzten. Marx verwies zudem auf das Angebot des Kundenservicecenters mit insgesamt 40 Mitarbeitern. Hier seien immer mehr Produktabschlüsse auch per Telefon möglich.

Marx stellte Neuerungen und Erweiterungen bei den Online-Dienstleistungen vor. Da gebe es zum einen den Ausbau der Internetfiliale, zum anderen gebe es die Sparkassen-App. Neu gestartet sei die Möglichkeit, Kontostände über Google Home abzufragen, was den Zugang zum Konto via Sprache bedeute. Er gab zudem einen Einblick über moderne Bezahlmethoden – die klassischen gibt es weiterhin – zum Beispiel das kontaktlose Bezahlen mit der Sparkassen- oder Kreditkarte, das Mobile Payment mit dem Android-Smartphone, das Überweisen in Echtzeit im Onlinebanking, das „KWITT“, ein Bezahlsystem von Handy zu Handy in Echtzeit „unter Freunden“ sowie sicheres Zahlen im Internet über Paydirect. Eines der Zukunftsthemen: Die digitalen Angebote auch mehr in die Firmenkundenwelt einfließen zu lassen.

Ein größeres Bauvorhaben kündigte KSK-Vorstandschef Reinke in der Homburger Innenstadt an. So soll das bisher für Büros genutzte aufgesetzte Gebäude über der Tiefgarage, der so genannte „Hut“, abgerissen werden. Dieses sei sehr sanierungsbedürftig, war vor mehr als 20 Jahren einmal als Provisorium gedacht.

Entstehen sollen hier Büros und ein Raum für Kundenveranstaltungen, da das KSK-Foyer wegen Brandschutzbestimmungen bei der Teilnehmerzahl begrenzt sei. Die Baugenehmigung liege vor, nun gehe es um Baupreise und Termine. Auf Sicht soll auch die Geschäftsstelle in Oberbexbach modernisiert werden, allerdings sei die Kreissparkasse Saarpfalz hier nur Teileigentümer. Man sei in Diskussionen, zum Zeitrahmen lasse sich noch nicht sagen.