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Kreissparkasse Saarpfalz baut Position im Raum Homburg aus

Kreissparkasse Saarpfalz : Kreissparkasse baut Marktposition aus

Das saarpfälzische Geldinstitut blickt zufrieden auf das Jahr 2019 zurück. Im Herbst steht ein Wechsel im Vorstand an.

Ursprünglich hatte die Kreissparkasse Saarpfalz für den Donnerstag zur Jahresbilanz-Pressekonferenz in ihre Räume in der Homburger Talstraße eingeladen. Aber im Zuge der Corona-Krise hat das Geldinstitut alle Veranstaltungen abgesagt – dazu zählt auch die Bilanzpressekonferenz. Stattdessen hat unsere Redaktion aus dem Hause KSK alle relevanten Zahlen und Daten erhalten, da die Dauer der derzeitigen Krise nicht absehbar ist. Dennoch ist die Geldversorgung der Kunden auch in der derzeitigen Krise gesichert, wenngleich alle Filialen nicht mehr durchgängig erreichbar sind. Und täglich um 16 Uhr ist Schluss (wir berichteten).

Zurück zu den KSK-Bilanzen für 2019: Insgesamt blickt das Haus auf ein „zufriedenstellendes Geschäftsjahr“ zurück mit einem Jahresüberschuss von 2,3 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um 2,9 Prozent auf nunmehr 1,9 Milliarden Euro. Die Kreissparkasse ist weiterhin das größte Bankinstitut im Kreis. „Damit ist auch künftig sichergestellt, dass die Sparkasse die Entwicklung der Region unterstützen und die Kreditversorgung von Mittelstand, Handwerk und Privatkunden sicherstellen kann“, so Vorstandsvorsitzender Armin Reinke in dem Bericht. Die KSK ermögliche Investitionen und Wachstumgsfinanzierungen bei mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetrieben. Damit habe sie 2019 „einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region geleistet“, so Reinke. Der Kreditbestand sei um 2,3 Prozent auf 669 Millionen Euro gewachsen, der Kriditbestand bei Privatpersonen um zwei Prozent auf 563 Millionen Euro. Das Sparverhalten sei wie in den Vorjahren von der anhaltenden Tiefzinsphase geprägt. Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten und der anhaltende Niedrigzins hätten für einen starken Zuwachs beim Aufbau von Vermögensanlagen (Wertpapiebestand) geführt.

Neben der Verstetigung der Erträge hat die KSK durch etliche kleine interne Maßnahmen den Verwaltungsaufwand nochmals um 3,5 Prozent gesenkt. Gleichzeitig seien weiterhin Kundenprozesse optimiert und digitalisiert worden. Dennoch  bleibe die persönliche Beziehung zwischen Kunde und Berater unverändert wichtig.

Neben den reinen Bilanzzahlen geht der Geschäftsbericht auch auf einige Besonderheiten ein, die die Kreissparkasse anbietet: Stichwort Generationenmanagement für Kunden. Die Regelung der eigenen Vermögensnachfolge gehöre zu den sensibelsten Entscheidungen. „Immer häufiger entschließen sich unsere Kunden, diesen Weg gemeinsam mit dem Generationenmanagement der Sparkasse zu gehen“, heißt es in dem Bericht. Bedingt auch durch die demographische Entwicklung, der zunehmenden räumlichen Entfernung zu den Angehörigen und nicht zuletzt der gesellschaftlichen Entwicklung im Bereich des Zusammenlebens rückten Themen wie Stiftungen, Testamentsvollstreckung, Vollmacht und Betreuungsverfügung noch stärker in den Fokus. Speziell ausgebildete KSK-Mitarbeiter erarbeiteten gemeinsam mit Kunden in Zusammenarbeit mit Steuerberatern und Rechtsanwälten Schritt für Schritt Lösungen für den gewünschten Vermögensübergang. Aus diesen Gründen sei im vergangenen Jahr auch die Stiftergemeinschaft der Kreissparkasse gegründet worden. Zustiftungen und Stiftungsfonds könnten hier bereits mit kleineren Beträgen unter dem Dach der Stiftergemeinschaft erfolgen. Damit werde dem Stiftungsgedanken eine breitere Plattform verschafft.

Laut Vorstandschef Reinke bleibt die Kreissparkasse auch weiterhin ein bedeutender Arbeitergeber im Kreis. Zum Jahresende 2019 beschäftigte der größte Bank-Arbeitgeber insgesamt 398 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum sechsten Mal in Folge erhielt die KSK vom Magazin Focus die Auszeichnung „Top Nationaler Arbeitgeber 2019“. Reinke: „Wir bieten unseren Mitarbeitern auch künftig gute Zukunftsperspektiven und attraktive Arbeitsplätze.“ Ziel sei es, auch in diesem Jahr neue Kolleginnen und Kollegen zur Verstärkung zu gewinnen. Mit der Ausbildung von Nachwuchskräften setze man die nachhaltige Personalpolitik um. Ende 2019 waren 18 junge Leute bei der KSK in Ausbildung, hiervon absolvieren drei Kolleginnen und Kollegen ein duales Studium.

Armin Reinke. Foto: Sonnenschein/KSK Saarpfalz
Ralph Marx. Foto: Sonnenschein/KSK Saarpfalz
Stefan Gessner. Foto: Sonnenschein/KSK Saarpfalz

Diese nachhaltige Personalpolitik schlägt sich aktuell auch bei den Führungskräften nieder. Wie wir bereits gemeldet haben, rückt ab 1. Oktober mit Stefan Gessner (48) ein „Eigengewächs“ in die Vorstandsetage nach und ersetzt Ralph Marx (62), der nach 44 Berufsjahren bei der Sparkassen-Organisation in den Ruhestand geht. Gessner ist seit 1993 Angestellter der Kreissparkasse Saarpfalz und hat seitdem nahezu alle internen Bereiche durchlaufen. Er war zunächst Kundenberater und Vorstandsassistent. Mit Übernahme der Leitung des Bereiches Unternehmensentwicklung vertrat er den Vorstand bei Entscheidungen im Kredit- und Wertpapiergeschäft. Seit Oktober 2010 ist Gessner Bereichsleiter Personal. Und seit 2014 vertritt er den Vorstandschef in den von ihm übertragenen Bereichen. Laut Armin Reinke wurde Gessner sowohl vom Verwaltungsrat als auch vom Kreistag einstimmig in den Vorstand gewählt. Beide Gremien haben im Übrigen auch die Amtszeit des Vorstandsvorsitzenden einstimmig um weitere sechs Jahre verlängert. Armin Reinke ist seit 2014 in diesem Amt. Die neue Amtszeit für ihn und für Stefan Gessner beginnt dann zum 1. Oktober.