Kreiskrankenhaus St. Ingbert erhält eine radiologische Fachpraxis.

Kürzere Wege : Radiologie fürs Kreiskrankenhaus

Das Kreiskrankenhaus in St. Ingbert soll als Gesundheitsstandort weiterentwickelt werden und bekommt eine radiologische Fachpraxis.

Wer aus St. Ingbert und Umgebung bisher einen Magnetresonanztomographen (MRT) brauchte, musste entweder nach Homburg, Saarbrücken oder Neunkirchen fahren. Die nächsten Magnetresonanztomographen (MRT) stehen nämlich dort. Für die Patienten des Kreiskrankenhauses in St. Ingbert bedeuteten Krankentransporte für diese Untersuchung ein beschwerliches Unterfangen. Besonders, wenn es sich um ältere und kranke Menschen handelt.

Aber das wird sich jetzt ändern. Im Zuge der Weiterentwicklung und des stetigen Ausbaus des Kreiskrankenhauses St. Ingbert haben die Baumaßnahmen bereits begonnen. Eine Fachpraxis für Radiologie entsteht bis voraussichtlich September dieses Jahres im ehemaligen Verwaltungsgebäude und Schlaflabor. Im Erdgeschoss, gleich links neben dem Eingang, leicht zu erreichen, barrierefrei und großzügig geschnitten. Betreiber der Praxis wird die Xcare-Gruppe sein, mit der seit vielen Jahren eine Kooperation im Bereich der Radiologie besteht. Die Gruppe Xcare betreibt im Kreiskrankenhaus bereits einen Computertomographen sowie eine teleradiologische Befundübermittlung. Mit aktuell rund 300 Mitarbeitern ist Xcare als überörtliche Gemeinschaftspraxis organisiert. Zehn Standorte gibt es im Saarland und der Region Trier inzwischen. 1300 vollstationäre Krankenhausbetten werden von 53 Ärzten im Saarland betreut. Für die Ausstattung der St. Ingberter Praxis ist nicht nur baulich moderne Ausstattung geplant. Vom Investitionsvolumen von 2,6 Millionen Euro steht etwa die Hälfte des Betrages dem Herzstück der Praxis zur Verfügung: Ein Magnetresonanztomograph inklusive der medizinischen Ausstattung, mit dem radiologische Untersuchungen auf dem modernsten wissenschaftlichen Stand in Medizin und Technik durchgeführt werden können.

„Unsere Praxis wird über einen neusten Kernspintomographen der Firma Siemens mit besonders kurzer Röhre und weiträumigem Innendurchmesser im sogenannten „Open Bore-Design“ verfügen“, erklärt Christoph Buntru, Vorsitzender der Geschäftsführung der Xcare-Gruppe. „Das Gerät bietet viel Bewegungsfreiheit, besonders für Kopf und Beine. So sind auch komplexe Untersuchungen bewegungsunfähiger oder schwergewichtiger Patienten kein Problem.“

Außerdem benötigt das Gerät für den sicheren Betrieb eine eigene Trafostation, die von den Stadtwerken neu aufgestellt wird. An dieser können auch zukünftig errichtete Einrichtungen auf dem Gelände angeschlossen werden.

Das Praxis-Konzept ist speziell sowohl für ambulante als auch für stationäre Versorgung der Patienten entwickelt. Das ganzheitliche Versorgungskonzept bietet den Bürgern der Region kürzere Wartezeiten und vermeide Doppeluntersuchungen.

Radiologische Untersuchungen zu diagnostischen Zwecken sind in Homburg in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum möglich. Dort wird zusätzlich geforscht. Einen Schwerpunkt bilden klinische und experimentelle Untersuchungen mit der Magnetresonanztomographie (MRT). Neue Kontrastmittel für die MRT – zum Beispiel für die Leberbildgebung sowie die kardiale Bildgebung mit der MRT – stehen besonders im Fokus der Klinik. Übrigens erhielt die Klinik unter der Leitung von Professor Arno Bücker kürzlich einen Preis für die hervorragende Ausbildung von Assistenzärzten auf dem Gebiet bildgebender Verfahren.