Kreiskrankenhaus St. Ingbert auf Wachstumskurs

St. Ingbert : Kreiskrankenhaus auf Wachstumskurs

Landrat Theophil Gallo und Geschäftsführer Thorsten Eich gaben bei einer Pressekonferenz einen Einblick in die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung des Kreiskrankenhauses.

Seit 2015 hat sich im Kreiskrankenhaus einiges getan. Das Geschäftsjahr 2018 konnte mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis abgeschlossen werden. Keine roten Zahlen mehr, war die erste gute Nachricht des Tages. Das gab es schon einige Zeit nicht mehr.

Immer mehr Patienten werden in St. Ingbert stationär behandelt. Von 2015 bis 2018 stieg die Zahl um mehr als 17 Prozent an. In Zahlen: 8300 behandelte Patienten. Besonders positiv hat die Geriatrische Rehaklinik zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen. Die zehn teilstationären und 50 stationären Betten waren voll ausgelastet. Dank der hohen pflegerischen und medizinischen Qualität, wie Geschäftsführer Thorsten Eich und Landrat Theophil Gallo betonen. Über 30 Betten verfügt auch die Klinik für Akutgeriatrie (Altersmedizin), die im Rahmen der Geriatrieplanung der Landesregierung im Jahr 2016 neu am Standort etabliert wurde. Beim externen Qualitätssicherungsverfahren Gemidas Pro des Bundesverbandes Geriatrie erreichte die St. Ingberter Rehaklinik Platz eins von elf Rehakliniken und Platz zwei aller 89 teilnehmenden Kliniken, zu denen auch die Akutkliniken zählen. Zwei Drittel aller Patienten konnten nach ihrem Aufenthalt in St. Ingbert wieder nach Hause entlassen werden.

„Ursächlich hierfür sind das hohe Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens sowie die stetig steigende Inanspruchnahme unseres Krankenhauses sowie der Geriatrischen Rehaklinik am Standort zur ambulanten, stationären und rehabilitativen Behandlung“, erläutert Landrat Theophil Gallo als Gesellschaftervertreter der Klinik.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Erweiterung des Versorgungsangebots des Kreiskrankenhauses. Zur Errichtung der Radiologischen Praxis (wir berichteten) kam zum 1.­April eine Nebenbetriebsstätte der MVZ-Gesundheitspark-Saarpfalz gGmbH in Saarbrücken hinzu.

Seit der Gründung der Tochtergesellschaft 2014 betreibt die MVZ bereits in St. Ingbert und Blieskastel Fachpraxen der Fachrichtungen Orthopädie und Chirurgie. Nun gibt es außerdem eine Praxis für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde im Saarbrücker Stadtteil Rotenbühl, die eng mit der Hauptfachabteilung des Krankenhauses zusammenarbeitet.

Beim MVZ des Kreiskrankenhauses handele es sich nicht um ein kommunales MVZ, bei dem die Kommune der Arbeitgeber der angestellten Ärzte ist, so Gallo. „Wir möchten die Kommunen von Aufgaben entlasten und zukünftig mit unserem MVZ die ambulante Versorgung im ländlichen Raum des Saarpfalz-Kreises aufrechterhalten und weiterentwickeln“, erklärte der Landrat. Derzeit suche man nach Möglichkeiten, weitere Nebenbetriebsstätten in Mandelbachtal oder Gersheim umzusetzen.

 In den ländlichen Gebieten sollen in den Praxen zusätzlich Besuchstage von Ärzten anderer Fachrichtungen angeboten werden, um den Patienten dort weite Wege zu ersparen. Auch entsprechende Stellen für Pflege und Versorgung könnten dann angegliedert werden. Details zu Standorten oder der möglichen Anbindung beziehungsweise eines Transportsystems sollen sich in naher Zukunft klären, war weiter zu erfahren.

„Wir haben eine ordentliche wirtschaftliche Entwicklung hinter uns“, fasste Gallo zusammen.

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