Zustand des Enklerplatzes: Kraterlandschaft auf dem Enklerplatz

Zustand des Enklerplatzes : Kraterlandschaft auf dem Enklerplatz

Großer Parkplatz in der Innenstadt ist derzeit übersät mit riesigen Schlaglöchern. Die Stadt will nun für Abhilfe sorgen.

Lange Zeit stand der Enklerplatz vor allem als Standort eines geplanten Einkaufscenters im Fokus der Homburger Stadtpolitik und der Öffentlichkeit. Dieses Projekt hängt nach wie vor in der Schwebe – und so hat sich das Areal am Ende der Talstraße in den Köpfen der Menschen und mit Genehmigung der Investoren des Einkaufscenters wieder als das etabliert, was es mehr oder minder schon immer war: als Parkplatz. Denn augenscheinlich rollen noch keine Bagger auf dem Enklerplatz, weist noch kein großes Baustellenschild auf einen Beginn von irgendwelchen Bauarbeiten zum Einkaufscenter hin. Für die Homburger bedeutet dieses Warten immerhin, dass eine nachgefragte Parkfläche in der Innenstadt weiterhin genutzt werden kann.

Leider allerdings ist der Platz in Teilen eher mit einer Teststrecke für schwere Geländewagen oder Panzer vergleichbar, als mit einer wichtigen Parkzone in einer Kreis- und Universitätsstadt. Nun ist natürlich klar, dass die Stadtverantwortlichen – in der Hoffnung auf eine Geschäftsbebauung – die Fläche für eine endliche Zeit und mit viel Geld nicht im Stile eines Parkplatzes an der Uhlandstraße aufwerten und entsprechend bewirtschaften. Allerdings, und das zeigen auch Stimmen von Nutzern vor Ort, würden sich viele wünschen, dass der Platz nicht die Anmutung einer Kraterlandschaft auf dem Mars hätte.

„Das ist wirklich unglaublich“, ärgert sich eine Autofahrerin im Angesicht eines richtig üblen Kraters, als wir uns am Freitag vor Ort ein Bild von der aktuellen Lage machen – nur um ein paar Meter weiter, im hinteren Bereich des Enklerplatzes, ihren Wagen ausgesprochen vorsichtig über so etwas wie die „Mutter aller Schlaglöcher“ zu manövrieren. Wer hier etwas zügig mit einem Wagen mit schlechten Stoßdämpfern unterwegs ist oder ein sportlich-tiefergelegtes Gefährt sein Eigen nennt, dem können beim Auf und Ab durch gerade dieses Schlagloch schon mal seine Zähne klappern. Immerhin kann der eine oder andere auf dem Enklerplatz mal die Off-Road-Qualitäten seines Stadtgeländewagens testen. Aber was für Autofahrer misslich ist, das kann für Fußgänger auch gefährlich sein, im Dunkeln ist mit dem Zustand der Fläche nicht zu spaßen, an Stolperfallen mangelt es wahrlich nicht.

Bei der Stadt kennt man die aktuelle Lage auf dem Enklerplatz. „Mit dem Zustand der Wege und Oberflächen sind wir auch nicht glücklich, doch da es nicht sinnvoll ist, den Parkplatz kostenintensiv instand zu setzen, wenn dort später gebaut werden sollte, werden wir zunächst nur die notwendigsten Arbeiten durchführen lassen“, erläuterte Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung. Und: „An dem Thema sind wir im Grunde seit dem Ende der Frostperiode dran, doch ist es nicht so einfach, über unseren Baubetriebshof oder private Firmen eine kurzfristige Lösung zu finden. Nun konnten wir über unsere Tiefbauabteilung eine Fachfirma beauftragen, die zugesagt hat, die Arbeiten innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen auszuführen.“

Das hört sich zumindest mal nach einen Plan an – und den zügig umzusetzen, ist angesichts der Zustände auf dem Gelände dringend geboten. Nun sollen die Schlaglöcher sowohl im Asphalt der Fahrwege als auch in den Parkflächen beseitigt werden. Ein Schwerpunkt der Arbeiten werde dabei, so Kruthoff, auf den Übergangsbereichen zwischen Asphalt und Schotterflächen liegen, „die Auf- und Abfahrten vom Weg auf die Parkflächen ist teilweise recht hoch und ‚kantig‘.“ Aufgrund dieser anstehenden Arbeiten, deren Volumen Kruthoff mit „einigen wenigen Tausend Euros“ beschrieb, werde es auf dem Enklerplatz „in den kommenden Wochen punktuell zu Sperrungen einzelner Bereiche beziehungsweise zu Einschränkungen beim Parken kommen“. Dazu nötige Absperrungen würden über die Ortspolizeibehörde vorgenommen, „so dass die Sicherheit auf der Parkfläche erhalten bleibt“, so der Stadtpressesprecher weiter.