Konzepte der Schmerztherapie

Homburg · Die Palette chronischer Schmerzen ist breit gefächert und erfordert die unterschiedlichsten Behandlungen. Dieses Thema wird innerhalb einer Fortbildungsreihe im Neurozentrum des Uniklinikums behandelt.

 Die Palette der chronischen Schmerzen ist breit gefächert: Sie reicht von anhaltenden Rückenschmerzen bis zu Schmerzen nach Operationen an der Wirbelsäule. Foto: Arno Burgi/dpa

Die Palette der chronischen Schmerzen ist breit gefächert: Sie reicht von anhaltenden Rückenschmerzen bis zu Schmerzen nach Operationen an der Wirbelsäule. Foto: Arno Burgi/dpa

Foto: Arno Burgi/dpa

Die Klinik für Neurochirurgie des Uniklinikums (UKS) in Homburg lädt zur Veranstaltung "Aktuelle Konzepte der Schmerztherapie " heute, am Mittwoch, um 18.30 Uhr in den Hörsaal des Neurozentrums im Gebäude 90 ein. Im Rahmen der Fortbildungsreihe "Endoskopie in der modernen Neurochirurgie " werden allgemein verständliche Vorträge angeboten, die für alle Interessierten geeignet sind.

Speziell Patienten mit chronischen Schmerzen sowie Ärzte werden über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen und therapieresistenten Schmerzen informiert. Die Palette der chronischen Schmerzen reicht im Bereich der Wirbelsäule von anhaltenden Rückenschmerzen, Schmerzen bei Bandscheibenvorfällen bis zu Schmerzen nach Operationen an der Wirbelsäule. Besondere Therapie erfordern Schmerzen bei Krebspatienten. Sind Nerven verletzt oder in Mitleidenschaft gezogen, kann dies ebenfalls zu äußerst starken Schmerzen führen.

In diese Gruppe fallen Schmerzen nach einer Gürtelrose, unangenehme Missempfindungen infolge einer Nervenentzündung, der Polyneuropathie, beispielsweise bei Diabetespatienten. Heftige Phantomschmerzen können Patienten in einer Extremität empfinden, die bereits amputiert wurde. Bei Gesichtsschmerzen sind besondere Therapien erforderlich. Im Alter kann es hier zur sogenannten Trigeminusneuralgie kommen, die durch elektrisierende heftigste Schmerzattacken charakterisiert ist.

Die Behandlung anhaltender, chronischer Schmerzen sei für jede Ursache unterschiedlich. Deshalb kommt der richtigen Diagnose eine entscheidende Bedeutung zu. Wenn Krankengymnastik, Akupunktur und medikamentöse Therapie nicht mehr weiter helfen, gebe es zahlreiche operative Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern. Hier hat sich das Spektrum von der offenen, die Schmerzleitung unterbrechenden Operation, zu struktur- und funktionserhaltenden, minimalinvasiven Eingriffen in den letzten 10 bis 20 Jahren gewandelt. Bei der Veranstaltung wird Dr. Patric Bialas, Leiter der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKS, zuerst die verschiedenen Schmerzarten und ihre aktuelle medikamentöse Therapie vorstellen. Danach wird Oberärztin Dr. Doerthe Keiner, Leiterin der funktionellen Neurochirurgie des UKS, über die aktuellen minimalinvasiven Stimulationsverfahren und Pumpensysteme sowie deren Indikation, Durchführung und Ergebnisse berichten.

Am Ende referiert Professor Peter Grunert aus der Klinik für Neurochirurgie UKS über Gesichtsschmerzen. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht nur an das Fachpublikum und wird sprachlich so gehalten, dass interessierte Laien den Vorträgen folgen können.