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Kommentar zu Polit-Altlasten in Homburg

Kommentar zu Polit-Altlasten in Homburg : Von Transparenz bleibt Homburg weit entfernt

Das mit der Transparenz klappt in Homburg also immer noch nicht: Wer die Stadtratssitzung im Saalbau letzte Woche verfolgte, rieb sich ungläubig die Augen. Der Stadtkämmerer gestand da ein, dass auf Wunsch des früheren Oberbürgermeisters Schöner Billig-Mietverträge geschlossen wurden, die bis heute laufen.

Pikanterweise an ihm nahestehende Personen. Anslinger schätzt den Schaden für die Steuerzahler, wie er später erklärte, auf 90 000 Euro. Doch es kam vom Kämmerer zu der Kritik nur der Spruch, so etwas gehöre nicht in den Rat. Und der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses verwies darauf, man habe Maßnahmen abgeleitet – im (nicht-öffentlichen) Ausschuss. Ohne Anslingers Rede wüssten die Steuerzahler davon also weiter nichts. Nun ist es ja nicht so, dass nicht vor Gericht 2019 schon ausführlich Auswüchse von Vettern- und Misswirtschaft in Homburg moniert worden wären. Ein Neuanfang sollte nach den Urteilen gegen Schöner und Schneidewind her. Daraus wird weiter nichts, solange nicht alle in der Verwaltung und auch sämtliche Parteien nicht nur von Transparenz reden, sondern sie auch im Sinne der Bürger und Steuerzahler praktizieren.