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König Stanislaus und sein Architekt im Blickpunkt

König Stanislaus und sein Architekt im Blickpunkt

Homburg/Zweibrücken. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken" wird am kommenden Montag, 10. Mai, um 18.30 Uhr die Ausstellung "König Stanislaus Leszczynski und sein Architekt Jonas Erikson Sundal" im Foyer des Rathauses Homburg eröffnet

Homburg/Zweibrücken. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken" wird am kommenden Montag, 10. Mai, um 18.30 Uhr die Ausstellung "König Stanislaus Leszczynski und sein Architekt Jonas Erikson Sundal" im Foyer des Rathauses Homburg eröffnet. Diese Ausstellung geht auf eine Idee des in Schwarzenbach lebenden und am Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium wirkenden Kunsterziehers Gernot Waldner zurück. 2005 begann er in Zusammenarbeit mit dem Zweibrücker Stadtmuseum ein fächerübergreifendes Schulprojekt von Kunst und Geschichte. Da in Nancy gerade die 250-Jahr-Feier des Stanislausplatzes anstand, wurde das Thema "Stanislaus Leszczynski - Ein Polenkönig im Exil in Zweibrücken" gewählt. Waldners damalige Grundkurse elf und zwölf konnten sich anhand alter Bildvorlagen in Porträt-, Landschaftsmalerei und Collagearbeiten üben. Sein Geschichtskollege Rainer Thomas ließ von Schülerinnen und Schülern zweier Geschichtskurse der 11. Jahrgangsstufe und der 9b die geschichtlichen Zusammenhänge erarbeiten. Unterstützt wurde das Projektteam von Kollegin Waltraud Finkler. Noch im Sommer 2005 wurde das Schülerprojekt vier Wochen im Zweibrücker Stadtmuseum ausgestellt. Mit zwei weiteren Schülerarbeiten erweiterte inzwischen die Nachfolgerin von Waldner, Katrin Fischer, die Sammlung. Zwar war Homburg erst 1755 unter Herzog Christian IV. durch einen Gebietstausch mit Nassau-Saarbrücken dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken angegliedert worden, doch zeigt sich in diesen Arbeiten insgesamt, wie eng die Beziehungen zwischen Homburg und dem Herzogtum schon vorher waren. Zu erkennen sind diese im Wirken des schwedischen Architekten Sundal, der unter anderem die Gustavsburg umbaute, das Edelhaus in Schwarzenacker, das Zweibrücker Schloss und die Parkanlage Tschifflik errichtete. Auch an den reichen Stiftungen, mit denen der polnische König die Homburger Franziskanerkirche ausstattete, spiegelt sich diese Verbindung. Wie diese verwickelten Zusammenhänge zu Stande kamen, das zeigen diese Schülerarbeiten anschaulich. Nach der Eröffnung der Ausstellung am kommenden Montag, 10. Mai, um 18.30 Uhr durch Oberbürgermeister Schöner wird Iwona Wiemer in die Zeitverhältnisse des frühen 18. Jahrhunderts einführen. red