Kita Maria Hilf in Bruchhof wegen Schimmelbefalls gesperrt

Vermutlich bis Sommer 2020 : Kita Maria Hilf in Bruchhof wegen Schimmelbefalls gesperrt

Seit einigen Wochen müssen die Kindergartenkinder der katholischen Kita Maria Hilf in Bruchhof in den alten Kindergarten St. Michael in der Schwesternhausstraße 4 in Homburg umziehen. Denn im Gebäude wurde Schimmel entdeckt, jetzt steht eine Säuberung, Trocknung, Kontrolle und Renovierung auf dem Programm.

„Das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises ist vom Träger im November über den Schimmelbefall informiert worden. In diesem Fall hat der Träger vorsorglich die Schließung der Kita veranlasst“, erklärt Kreissprecherin Sandra Brettar auf Nachfrage. Der Umzug der Kinder in einen Ausweichkindergarten sei mit dem Kreis-Gesundheitsamt abgestimmt worden. Wenn die Sanierung beendet und abgenommen sei, könnten die Kinder zurück in die gewohnte Umgebung. Wann, das sei aber völlig unklar. Vom Träger, der katholischen Kirche, war am Freitag niemand zu erreichen. Der zuständige Pfarrer Markus Hary wurde an dem Tag offiziell verabschiedet (wir berichteten).

Nach Gesprächen mit der Kindergartenleitung geht Andreas Filler, Vorsitzender der Elternvertretung, davon aus, dass es Sommer wird, ehe man wieder ins Gebäude darf. Zunächst sei man nur von drei Monaten ausgegangen. Jetzt sollen aber wohl mehrere Angebote für eine Reparatur eingeholt werden. Filler gibt Gesprächen mit Hary wider, wonach das Dach das Gebäudes vor 15 Jahren repariert worden sei, es aber seitdem immer wieder Probleme gebe. Die damalige Firma sei Konkurs gegangen, könne also nicht mehr haftbar gemacht werden. Im Herbst sei aufgefallen, dass in einem Gruppenraum wieder Wasser durch die Decke kam, auch schwarze Schimmelränder habe man dort gesehen. Die Kindergartenleitung habe Hary informiert, erst sei diese Gruppe geschlossen worden. Nachdem ein Gutachter vor Ort war, habe Hary das komplette Gebäude gesperrt. Einige Eltern hätten damit gehadert, dass sie nicht mehr an Ersatzkleider ihrer Kinder gekommen seien, die sich im Innern befinden. Diese Maßnahme sei aber nötig, weil es sich um einen schweren Schimmel handele, der sich auf Boden, Spielzeug und Kleidern absetze.

Hiller lobt vor allem, wie schnell und umsichtig die Kita-Leitung reagiert habe und wie sich die Kinder  in der neuen Einrichtung integriert hätten. „Es war sehr gut, dass die Kinder nicht auf mehrere Kitas aufgeteilt werden mussten“, findet er, „das lief den Umständen entsprechend reibungslos“. Er moniert nur eins, dass die Eltern noch nicht wie versprochen Einblick in das Gutachten erhalten hätten.