Fußball Kellerduell in Jägersburg

JÄGERSBURG · Der FSV empfängt in der Fußball-Oberliga den TuS Mechtersheim – und will endlich den ersten Dreier einfahren.

Auch wenn es wie gewohnt nur um drei Zähler geht, kann man doch vor der Heimpartie des FSV Jägersburg gegen den TuS Mechtersheim von einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel sprechen. Anstoß in diesem Kellerduell der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist am Samstag um 15.30 Uhr. Bislang hat es für beide Mannschaften noch keine Erfolgserlebnisse gegeben. Die Jägersburger hatten zum Saisonauftakt zu Hause gegen den FC Karbach mit 0:1 den Kürzeren gezogen und unterlagen auch am vergangenen Sonntag beim SV Gonsenheim mit 0:2. Die Mechtersheimer hatten zunächst 0:0 beim FSV Salmrohr gespielt, um sich dann am letzten Samstag vom FV Diefflen mit 0:5 das Fell über die Ohren ziehen zu lassen. Und dabei hatten die Mechtersheimer in der vergangenen Saison noch Rang vier belegt – und das letzte Saisonspiel in Jägersburg mit 3:2 gewonnen.

Nun kommt es zum schnellen Wiedersehen beider Mannschaften. In dieser Saison muss mit bis zu sechs Absteigern gerechnet werden. Und da die richtig ambitionierten Gegner für den FSV erst noch folgen, wäre eine weitere Niederlage gegen Mechtersheim äußerst ungünstig. Dies würde bedeuten, dass man vermutlich mittelfristig nicht mehr aus dem Tabellenkeller hinaus käme. Dem gleichen Druck ist aber vor dieser richtungweisendenden Partie auch der TuS Mechtersheim ausgesetzt.

Die Jägersburger haben bislang keineswegs enttäuscht, ließen aber in der Offensive die nötige Cleverness vermissen. Nach 180 Minuten steht noch kein Treffer auf dem Habenkonto. Und die bisherigen Gegentore wurden zum Teil durch unnötige Fehler eingeleitet. Und so meint FSV-Trainer Thorsten Lahm auch zu Recht, dass man auch bislang bereits drei, vier oder sogar sechs Zähler haben könnte.

In personeller Hinsicht muss er weiterhin die angeschlagenen Tim Schäfer und Daniel Dahl ersetzen – beide sind absolute Leistungsträger und Stammspieler. Es sei durchaus möglich, dass es bezüglich der Startelf einige Veränderungen gegenüber dem vergangenen Spiel gibt. „Bislang haben wir ansatzweise das gezeigt, was ich mir vorstelle. Es ist aber noch lange nicht das, was ich mir erhoffe. Wir müssen kämpfen bis zum Umfallen und keinen Ball hergeben, bis er hinter unserer Torlinie ist. Wir müssen bereit sein, im Training und im Spiel Opfer zu bringen“, fordert Lahm.

Man habe gute Fußballer in den eigenen Reihen, müsse aber einfach von dem „Schönwetterdenken“ wegkommen. Es dürfe unter keinen Umständen sein, dass nach einem Gegentreffer oder einer anderen missglückten Situation der Kopf runtergeht. „Wir spielen auch am Samstag elf gegen elf – und da muss man sich einfach durchbeißen. Und wenn wir das umsetzen, was ich mir vorstelle, wird die Mannschaft hoffentlich dann auch endlich in Form von Punkten dafür belohnt“, sagt Lahm.

Er ist natürlich mit dem bisherigen Abschneiden unzufrieden, betont aber: „Nach zwei Spieltagen ist man noch nicht Meister geworden, aber auch auch nicht abgestiegen. Wir werden jetzt noch mehr Gas geben als bislang und hoffen, dass das Glück zu uns zurückkehrt.“

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