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Nach erstem Fall im Ostsaarland: Keine weiteren Masern-Fälle in Homburg

Nach erstem Fall im Ostsaarland : Keine weiteren Masern-Fälle in Homburg

Bisherige Untersuchungen nach dem Fall vom 4. Februar waren negativ. Doch es wird noch nachgeforscht.

Nach dem Masernfall in Homburg vom vergangenen Dienstag, 4. Februar, dem ersten im Ostsaarland, gibt das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises weitgehend Entwarnung. Inzwischen habe man alle Personen, die infizierten Person [eine Frau aus Kirrberg] in Berührung gekommen waren, ermittelt, untersucht und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Das erklärt Kreissprecherin Beate Ruffing auf Anfrage.

Besagte Kontaktpersonen fanden sich in einem Kindergarten, in Arztpraxen und einer öffentlichen Veranstaltung mit etwa 60 Personen. Ob sich weitere Personen angesteckt haben, könne laut Kreisverwaltung allerdings noch nicht sicher belegt werden. Ruffing: „In wenigen Fällen wurden weitere Untersuchungen in die Wege geleitet.“ Dr. Sigrid Thomé-Granz, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsamt erklärte dazu am Mittwochmittag: „Die bisherigen Befunde haben keinen Anhalt für eine Ansteckung mit Masern ergeben. Bei zwei Kontaktpersonen, die keine Antikörper bei der Blutentnahme hatten, wird jetzt noch weiter nachgeforscht. Alle Rachenabstriche auf Masern waren unauffällig.“

An Masern erkrankte Personen sind fünf Tage, ehe der typische rote Hautausschlag auftritt, und vier Tage nachher ansteckend. Eine Ansteckung mit dem Erreger erfolge laut Kreis über Tröpfchen. Es genüge, wenn man sich in einem Zimmer aufhalte, in dem zwei Stunden vorher ein infektiöser Patient aufgehalten hat.