Kein Untreueverdacht bei Homburger Grundstückskauf

Areal neben Kombibad Koi : Kein Untreueverdacht bei Homburger Grundstückskauf

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Grundstückskaufs der Stadt Homburg nicht mehr gegen die frühere Verwaltungsspitze. Ein Untreueverdacht bestehe nicht, teilte ein Sprecher am Montag mit.

Bürgermeister Michael Forster (CDU), der kommissarische Rathauschef, hatte die Ermittlungsbehörde eingeschaltet. Er war zuvor durch die Kommunalaufsicht auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei einem Immobiliengeschaft hingewiesen worden, das im Zusammenhang mit dem Neubau des Kombibades Koi an der Homburger „Hinkelsbix“ stand.

2013 stand die Kommune vor dem Kauf eines Nachbargrundstücks des Schwimmbad-Areals. Für das Gelände mit Wohnhäusern sollte die Stadt damals 325 000 Euro zahlen. Doch das Geschäft kam nicht zustande. Es sollte über eine städtische Tochter abgewickelt werden. Doch deren Aufsichtsrat soll sich gegen den Ankauf ausgesprochen haben, wegen maroder Gebäude auf dem Grundstück. Nur wenige Monate später griff die Stadt doch zu. Sie erwarb die Fläche neben dem Kombibad, allerdings nicht in Gänze. Die bebaute Fläche fiel heraus. Die Kommune zahlte 450 000 Euro – also 125 000 Euro mehr als ursprünglich verlangt, obwohl sie nur einen Teil des Areals erwarb. Zwischenzeitlich hatte der Eigentümer des Grundstücks gewechselt, als Verkäufer trat nun ein Geschäftsmann auf. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft handelten die Rathauschefs mit Zustimmung des Stadtrats. Ein Untreueverdacht wegen eines wirtschaftlich nachteiligen Vertrages bestehe daher nicht.

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