Kaum Veränderung im Arbeitsmarkt

Im Saarpfalz-Kreis waren im Oktober insgesamt 4037 Personen arbeitslos gemeldet, 55 weniger als im September. Nach wie vor gibt es bei der Zeitarbeit den größten Arbeitskräftebedarf. Betrachtet man die Branchen, hat sich wenig verändert.

Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Saarpfalz-Kreis ist im Oktober um 1,3 Prozent gesunken. Es waren 4037 Personen arbeitslos gemeldet, 55 weniger als im September. Gegenüber dem Vorjahr ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen (minus 203). Die Zahl aller Arbeitsuchenden, dazu gehören auch Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen und sich verändern möchten, ist im vergangenen Monat um 55 auf 6589 gestiegen. Aktuell werden von der Arbeitsagentur im Saarpfalz-Kreis 1553 Frauen und Männer betreut, 46 weniger als im September. Beim Jobcenter sind 2484 Personen arbeitslos gemeldet, neun weniger als vor einem Monat.

Die Agentur für Arbeit Saarland unterstützt mit vielfältigen Initiativen Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg. Unternehmen werden gezielt angesprochen und deren Personalverantwortliche für das Potenzial der Wiedereinsteigerinnen sensibilisiert. Die Agentur für Arbeit unterstützt diese Frauen , indem sie Möglichkeiten auslotet, Hilfsangebote aufzeigt und Qualifizierungsdefizite behebt. Hierzu wurde eine spezielle Beratungsstelle für Wiedereinstiegsinteressierte eingerichtet. Trotz aller unleugbaren Schwierigkeiten, die die Rückkehr in den Beruf vor allem nach längerer Abwesenheit bereiten kann, macht Jürgen Haßdenteufel den Frauen Mut. "Egal, wie lange man aus dem Job raus ist - Ausbildung und Berufserfahrung sind eine solide Grundlage, auf der man aufbauen kann. Auch wenn das nicht immer ohne Anstrengung und Kompromissbereitschaft möglich ist. Wissenslücken lassen sich durch gezielte Qualifikation schließen und auch für die meisten anderen Herausforderungen gibt es annehmbare Lösungen."

Im Oktober waren 1938 Frauen arbeitslos gemeldet, 3,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit der Männer ist gegenüber Oktober 2013 um 5,9 Prozent auf 2099 gesunken.

Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren waren 354 Arbeitslose gemeldet, 42 weniger als im September und 28 weniger als im Oktober vor einem Jahr.

Die Zahl der Frauen und Männer in der Altersgruppe 50plus ist um 0,3 Prozent auf 1483 gesunken und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent verringert.

In der Statistik werden Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in Arbeitsgelegenheiten (sogenannte 1-Euro-Jobs) und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit nicht als Arbeitslose gezählt. Damit auch hier Transparenz herrscht, werden diese Personengruppen in der sogenannten Unterbeschäftigung dargestellt. Im Oktober waren das im Saarpfalz-Kreis 5223 Personen (einschließlich Arbeitslose ), 205 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitgeber meldeten im Oktober 338 neue Arbeitsstellen, 13,4 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Betrachtet nach Branchen gibt es kaum Veränderungen. Nach wie vor signalisiert die Zeitarbeit den größten Arbeitskräftebedarf. Aus dem Handel, dem Wirtschaftsabschnitt Erziehung und Unterricht, dem Baugewerbe und dem Verarbeitenden Gewerbe wurden ebenfalls neue Stellen gemeldet.

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HintergrundDen Bedarf an Fachkräften zu decken ist zukünftig auch für das Saarland eine große Herausforderung. Das kann nur gelingen, wenn über eine Vielzahl der verfügbaren Stellhebel das gesamte Potenzial angesprochen und aktiviert wird. Besondere Bedeutung kommt dabei der sogenannten stillen Reserve zu. Gerade Frauen , die aktuell aus familiären Gründen nicht oder in geringem Umfang erwerbstätig sind, sind oftmals gut qualifiziert und stellen ein enormes Potenzial für den Arbeitsmarkt dar, erklärte Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, bei der Arbeitsmarkt-Vorstellung. bea