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Karlsberg Brauerei verwandelt Weihnachtsgrüße in Spenden

Karlsberg Brauerei verwandelt Weihnachtsgrüße in Spenden

Homburg. Die Vorweihnachtszeit ist nicht nur eine Phase der Besinnlichkeit, sondern auch der vollen Briefkästen. Nicht wenige Unternehmen danken ihren Kunden für die oft beschworene, gute Zusammenarbeit, wünschen viel Glück fürs kommende Jahr und veredeln die Grußkarte auch mal mit einem kleinen Präsent

Homburg. Die Vorweihnachtszeit ist nicht nur eine Phase der Besinnlichkeit, sondern auch der vollen Briefkästen. Nicht wenige Unternehmen danken ihren Kunden für die oft beschworene, gute Zusammenarbeit, wünschen viel Glück fürs kommende Jahr und veredeln die Grußkarte auch mal mit einem kleinen Präsent. Wer in diesem Jahr allerdings auf ein Dankeschön aus dem Hause Karlsberg wartet, der tut dies vergeblich. Statt Grußkarten zu drucken und über möglichen Präsenten zu grübeln, hat man sich bei der Homburger Brauerei dazu entschlossen, die dafür nötigen Euro für etwas anderes zu verwenden. "Wir haben uns überlegt, lieber etwas für den guten Zweck zu tun und das Geld zu spenden", begründete Jochen Etter, Geschäftsleiter für nationale Marken bei Karlsberg, den Entschluss der Brauerei auf die üblichen Weihnachtskarten zu verzichten. Satte 10000 Euro wurden so für die Unterstützung von gemeinnützigen Projekten frei, je 5000 Euro gingen an das Ronald-McDonald-Haus in Homburg und die Elterninitiative krebskranker Kinder. Anlässlich der Scheckübergabe am vergangenen Mittwochabend nutzten Jochen Etter und sein Kollege Hans-Georg Eils, Geschäftsleiter Technik und Logistik bei Karlsberg, die Gelegenheit, beiden Einrichtungen am Homburger Universitätsklinikum einen kurzen Besuch abzustatten. Eils zeigte sich beeindruckt vom Homburger Ronald-McDonald-Haus. "Ich war noch nie in dieser Einrichtung. Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich auch keine echte Vorstellung, wie es hier aussieht. Aber jetzt ist es einfach ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, wohin ein Teil unseres Geldes geht." Sowohl für das Ronald-McDonald-Haus als auch für die Elterninitiative krebskranker Kinder kommt das Geld, wie sollte es auch anders sein, mehr als gelegen. "Mit den 5000 Euro können wir zwei Appartements für ein Jahr finanzieren. Das heißt, wir können zwei Familien für ein Jahr hier aufnehmen. Das ist einfach ein tolle Sache", freute sich die Leiterin des Homburger Hauses, Stefanie Doss, sichtlich. Und auch bei der Elterninitiative war die Begeisterung groß. "Die 5000 Euro werden in die Unterhaltung unserer Eltern- und Geschwisterwohnung hier am Homburger Universitätsklinikum fließen", blickte Ina Ruffing, zweite Vorsitzende des Vereins, in die finanziell nun etwas rosigere Zukunft. Mit der Spende hat Karlsberg zum ersten Mal auf seine sonst übliche Grußkartenaktion verzichtet. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass auch im kommenden Jahr Danksagungen in Euro verwandelt werden. thw "Wir haben uns überlegt, lieber etwas für den guten Zweck zu tun und das Geld zu spenden." Jochen Etter