Junge Montags-Skater begeistert

Homburg. Für zahlreiche Kinder aus Homburg und Umgebung hieß es einen Sommer lang: Jeden Montag auf die Skatebahn

Homburg. Für zahlreiche Kinder aus Homburg und Umgebung hieß es einen Sommer lang: Jeden Montag auf die Skatebahn. Organisiert durch das Skate Network Saarland, die Skateschule CIA und das Programm Jugendorientierte Stadt Homburg (Josh) hatten Mädchen und Jungen ab vier Jahren bis zum Alter von 14 und 15 in den zurückliegenden Wochen der Sommerferien die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung die ersten, zweiten oder auch dritten Meter auf Rollerskates, dem Skateboard oder beim Skatehockey zurückzulegen. Trainerin Carola Becker, Leiterin der Skateschule CIA, und ihre Kollegen präsentierten den Kurs dabei als offenes Programm. "Jeder konnte an jedem Montag ab 15 Uhr einfach vorbeikommen. Dann ging es bis 18 oder 20 Uhr am Abend." Für Becker und ihr Team ging es dabei nicht nur um das Vermitteln von Basiswissen. "Wir wollen den Kids vor allem Spaß an der Bewegung vermitteln. Deswegen haben wir in diesem Jahr auch Skateboardfahren mit ins Programm aufgenommen. So wollen wir verhindern, dass wir die Kinder auf Inlineskates fixieren." Einer, der schon ziemlich professionell seine Runden drehte, war der zehnjährige Lukas Simon aus Homburg. Der zog nach sechs Wochen Skaten und Skateboarden auf der Bahn des ERC Homburg ein durchweg positives Resümee. "Die Trainer waren gut. Und ich konnte Sprünge üben mit dem Skateboard." Dass sich auch noch ein guter Freund zusammen mit ihm dazu entschlossen hatte, das montägliche Angebot zum organisierten Inlineskaten und Skateboarden anzunehmen, tat sein Übriges. Seiner Heimatstadt Homburg allerdings schrieb Lukas ein paar Mängel in Sachen Skateangebote ins Zeugnis, abseits der Möglichkeit, auf der Bahn des ERC am Montag zu üben, seien die Angebote sehr rar. "Hinter dem Forum ist noch eine Skateranlage. Aber da liegt alles voller Glas und es alles mit Graffiti beschmiert. Das ist nichts." Stattdessen zieht es Lukas, der seit drei Jahren auf dem Skateboard unterwegs ist, und seine Eltern regelmäßig nach St. Wendel in den Wendelinuspark. Tatsächlich sieht es in Sachen Skateranlagen in Homburg eher dürftig aus. Neben dem Parcour in der Nähe des Forums und der Bahn des ERC Homburg bietet die Stadt kaum organisierte Flächen. Das trifft weniger die Inlineskater, die ihre Leidenschaft ohne größere Probleme im öffentlichen Raum pflegen können. Wen es allerdings auf das klassische Skateboard zieht, der findet die nächste, wirklich gut ausgebaute Bahn erst in St. Ingbert - oder eben, wie Lukas Simon, in St. Wendel. thw