1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

Junge Besetzung, frisches Programm

Junge Besetzung, frisches Programm

Homburg. Es war ein buntes, spannendes und durchaus modernes Programm, das die Homburger Stadtkapelle bei ihrem vierten Jahreskonzert am vergangenen Samstagabend im Homburger Kulturzentrum Saalbau bot

Homburg. Es war ein buntes, spannendes und durchaus modernes Programm, das die Homburger Stadtkapelle bei ihrem vierten Jahreskonzert am vergangenen Samstagabend im Homburger Kulturzentrum Saalbau bot. Unter der musikalischen Leitung von Marc Stutz-Boukouya startete die Formation mit "Meet the Flintstones", den meisten bekannt aus der Zeichentrickserie "Familie Feuerstein" im Zeichen moderner Orchesterliteratur in den Abend. Jürgen Zimper, Vorsitzender der Homburger Stadtkapelle, ordnete in seiner darauf folgenden Begrüßung die Ouvertüre mit ihrem launigen Ausflug ins Populäre dann auch ein: "Wir haben eigens für diesen Abend ein breites Repertoire an Musikstücken ausgewählt. Wir haben mit Blick auf die inzwischen sehr junge Besetzung unserer Stadtkapelle, aber auch im Sinne eines breiten Publikums, ein entsprechend breites Programm. Wir haben Stücke von Wagner bis Morricone heute im Repertoire." Homburgs Bürgermeister Klaus Roth erinnerte in seinem Grußwort an die Ursprünge der Stadtkapelle in der Kolping-Kapelle und attestierte dem Orchester um Marc Stutz-Boukouya eine stetig aufwärtsgehende Entwicklung seit dem ersten Auftritt im Jahr 2006. "Wer in den vergangenen Jahren die Entwicklung dieses Klangkörpers miterlebt hat, der hat erfahren können, wie toll sich eben diese Entwicklung gestaltet hat." Dies sei, so Roth, auch ein Grund dafür, dass man heute so viele junge Musiker in der Stadtkapelle finden könne. "Die Stadtkapelle ist ein Botschafter für Homburg", war sich Roth sicher. So gelobt, war es dann an den Musikerinnen und Musikern, den Vorschusslorbeeren musikalische Taten folgen zu lassen. Ein guter erster Maßstab für die gegenwärtige Güte der Formation war ein Medley mit Werken des weltbekannten Filmkomponisten Henri Mancini in einem Arrangement von Manfred Schneider. Die Hommage an Mancini, der mit "The Pink Panther Theme" und weiteren Filmmusikklassikern, so auch "Moon River", Geschichte geschrieben hat, setzte den Kurs in Richtung populärer Unterhaltungsmusik, den die Stadtkapelle schon mit den "Flintstones" eingeschlagen hatte, konsequent fort. Kompetent moderiert durch Homburgs Kulturmanagerin Ursula Richert, präsentierte die Stadtkapelle mit dem Walzer "Espana" aus der Feder von Emil Waldteufel dann ein nicht weniger beschwingtes und nicht weniger für ein breites Publikum taugliches Werk. In der Melodie war dieses Stück vor allem den Schlagerfans unter den Gästen ein Begriff, hatten doch Cindy und Bert in den 70er Jahren mit "Wenn die Rosen erblühen in Malaga" einen Hit auf Basis von Waldteufels Komposition. Insgesamt präsentierte sich die Homburger Stadtkapelle im vierten Jahr als flexibles und spielfreudiges Ensemble, dass nicht zuletzt aufgrund seiner jungen Besetzung in den kommenden Jahren weiterhin für viel Freude sorgen wird.