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Jedes Wort an diesem Abend war Klang und Musik

Jedes Wort an diesem Abend war Klang und Musik

Homburg. "Lieder der Poesie". Hinter diesem Titel verbarg sich am Samstagabend im Homburger Siebenpfeifferhaus eine musikalische Präsentation von Gedichten deutscher Literaten. Ein akustisches Erlebnis, das im wahrsten Sinne des Wortes die Sinne berührte und unter die Haut ging. Eingeladen zu diesem Konzerterlebnis hatte die Städtische Musikschule Homburg

Homburg. "Lieder der Poesie". Hinter diesem Titel verbarg sich am Samstagabend im Homburger Siebenpfeifferhaus eine musikalische Präsentation von Gedichten deutscher Literaten. Ein akustisches Erlebnis, das im wahrsten Sinne des Wortes die Sinne berührte und unter die Haut ging. Eingeladen zu diesem Konzerterlebnis hatte die Städtische Musikschule Homburg. Amby Schillo (Gesang, Gitarre, Bass, Cello, Percussion), Michael Marx (Gesang, Gitarre, Bass, Duduk) und Nino Deda (Gesang, Akkordeon) präsentierten den mittlerweile bereits dritten Teil ihres Erfolgsprogramms "Lieder der Poesie". Wieder einmal haben die drei Vollblutmusiker Gedichte großer deutscher Literaten auf eigenständige und unverwechselbare Art und Weise vertont. Zu hören waren im Siepenpfeifferhaus unter anderem Werke von Johann Wolfgang von Goethe ("Der Totentanz"), Rainer Maria Rilke ("Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort", "Alles ist aus"), Erich Kästner ("Sachliche Romanze, die andere Möglichkeit"), Heinrich Heine ("Ein Jüngling liebt ein Mädchen", "Die schlesischen Weber", "Belsazar") und nicht zuletzt Joseph von Eichendorff ("Mondnacht", "Komm Trost der Welt"). Da war jedes Wort Klang und Musik. Durch die filigran auf die Texte abgestimmten Arrangements öffneten Schillo, Marx und Deda ganz neue Perspektiven für das Verständnis der Poesie dieser Dichter. Die begeisterten Zuhörer im Siebenpfeifferhaus staunten über die Fülle des kreativen Potenzials der beiden Komponisten Nino Deda und Michael Marx. Neben raffinierten dreistimmigen Chorsätzen sorgte eine originelle Instrumentalisierung immer wieder für neue Überraschungen. Akustische Gitarren und verschiedene Percussioninstrumente wurden im Wechsel mit Cello, Bass und armenischem Duduk, einem Doppelrohrblasinstrument, eingesetzt, fügten sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammen, während der albanische Akkordeonvirtuose Nino Deda mit seinem fantasievollen Spiel begeisterte. Weite Spannungsbögen verbanden Text und Musik zu einer Einheit. Das Trio sang und spielte Gedichte vor und sang in ausschließlich eigenen Vertonungen. Und so präsentierte sich der Liederabend der Poesie mit richtig viel Spannung, emotionaler Tiefe, versprühte aber auch viel Humor und Lebensfreude. Die Besucher dankten es mit lang anhaltendem Applaus. re