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„Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizenergie“

„Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizenergie“

Die Energieberater der Verbraucherzentrale informieren über Möglichkeiten zur Verringerung der Heizkosten. Sie kommen auch ins Haus. Die Heizung macht den größten Anteil an den Energiekosten für das Haus aus.

Auch wenn die Preise fürs Heizen im vergangenen Jahr gesunken sind, macht die Heizung für die meisten Haushalte nach wie vor den größten Anteil an den Energiekosten aus. Oftmals lässt sich der Verbrauch aber mit einfachen Mitteln spürbar senken. Helmut Pertz, Physiker und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes, gibt einige Tipps .

"Am wirkungsvollsten ist es, die Heizung herunterzudrehen. Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizenergie", erklärt Pertz. Eine Senkung der Temperatur von 24 auf 20 Grad spare also rund ein Fünftel der Heizkosten . Entgegen der landläufigen Meinung werde es nicht schneller warm, wenn der Heizkörper voll aufgedreht werde. Das Thermostatventil deshalb lieber genau auf die gewünschte Temperatur einstellen, dann wird der Raum nicht überheizt. Kann die warme Luft am Heizkörper nicht zirkulieren, funktioniert das Thermostat nicht richtig. Vorhänge vor dem Heizkörper und Abdeckungen entfernen und Möbel vorm Heizkörper wegrücken.

Wenn tagsüber alle Bewohner außer Haus sind oder aber nachts schlafen, muss die Heizung nicht mit voller Kraft heizen. Im einfachsten Fall dreht man die Ventile manuell herunter. Komfortabler geht es mit dem Zeitschalter der Heizungsanlage oder programmierbaren Thermostatventilen, dann ist es auch schon wieder schön warm, wenn man morgens aufsteht oder abends nach Hause kommt. Lüften ist wichtig, um Schimmelbefall in den Wohnräumen zu verhindern. Dabei gilt: Stoßlüften ist die beste Methode.

Je weniger Wärme nach draußen entweicht, desto weniger muss geheizt werden. Ein erster Schritt ist deshalb, alte Fenster und Türen abzudichten. Hauseigentümer sollten außerdem über eine Dämmung von Kellerdecke, Dachboden und der gesamten Gebäudehülle nachdenken. Nicht alle Energiesparhinweise sind so einfach, dass man von allein drauf kommt.

Wer einen besonders hohen Energieverbrauch hat, kann die Verbraucherzentrale um einen Energie-Check zu Hause bitten. Dort schaut man sich die Heiz-Einstellungen an. Der Basis-Check kostet zehn Euro.

Anmeldung zur persönlichen Energieberatung in: Homburg, Kreisverwaltung, Am Forum 1, 4. Etage, Zimmer 432, Telefon (0 68 41) 1 04 84 34 oder (0681) 5 00 89 15. In Kirkel im Rathaus Limbach, Hauptstraße 12, Telefon (0 68 41) 80 98 22.