Ist meine Miete zu hoch?

Gestern Abend gab es zwei wichtige Punkte in der Kreistagssitzung: Die Gemeinschaftsschule Mandelbachtal wird bis 2016 weiterhin finanziert - und ein Mietspiegel für den ganzen Kreis ist erschienen.

Gestern fand die Übergabe des ersten kreisweiten Mietspiegels statt: (v.l.n.r.) Fritz Lehmann (Vorsitzender Gutachterausschuss), Kreisbeigeordneter Theophil Gallo, Lena Matysiak und Norbert Jeziorski (beide Gutachterausschuss). Foto: Steigner/SZIm Jahr 2006 wurde die Mandelbachtalschule gebaut. Jetzt soll verhindert werden, dass sie geschlossen wird. Foto: Steigner/SZ. Foto: Steigner/SZIm Jahr 2006 wurde die Mandelbachtalschule gebaut. Jetzt soll verhindert werden, dass sie geschlossen wird. Foto: Steigner/SZ

Es muss schon ein besonderes Thema vorliegen, wenn bei einer Kreistagssitzung die Zuhörerplätze im Sitzungssaal im Forum in Homburg restlos besetzt sind. Kein Wunder, denn es ging gestern Abend unter anderem um den Erhalt der Gemeinschaftsschule Mandelbachtal - und da ließen es sich Lehrer und Eltern nicht nehmen, persönlich zur Sitzung zu erscheinen.

Zur Erinnerung: Für Saar-Bildungminister Ulrich Commercon stehen derzeit fünf Gemeinschaftsschulen wegen zurückgehender Schülerzahlen auf der Kippe: Bous, Friedrichsthal, Großrosseln Nonnweiler und eben Mandelbachtal . Gestern wurde also unter dem Vorsitz des ersten Kreisbeigeordneten Theophil Gallo , der Landrat Lindemann vertrat, der Mandelbachtal-Schule ein Aufschub gewährt - sie soll für ein weiteres Jahr die Möglichkeit der Standortsicherung erhalten.

Der Saarpfalz-Kreis erklärt sich bereit, den für diesen Fall gesetzlich vorgesehenen pauschalen Kostenausgleich von 15 Prozent der Personalkosten an das Land zu erstatten. Dieser Lösung stimmten fast alle Kreistagsmitglieder zu, lediglich die beiden Vertreter der Partei "Die Linke " enthielten sich der Stimme.

Ein weiterer Punkt, der nicht in die übliche Beschluss-Routine fiel, war die Präsentation des Mietspiegels für den Saarpfalz-Kreis. Es handelt sich dabei um eine Broschüre, in der eine Übersicht über alle "ortsüblichen Vergleichsmieten" verzeichnet ist, das heißt, jeder Bürger kann hier anhand einer Auflistung überprüfen, ob er die "ortsübliche" Miete bezahlt. In dieser Sache ist die Stadt Homburg Vorreiterin gewesen, denn hier gibt es schon seit 2008 einen Mietspiegel .

Nun haben die übrigen Kommunen des Kreises nachgezogen - damit ist seit heute der erste "qualifizierte Mietspiegel 2014 für den Saarpfalz-Kreis" erschienen. Er ist eine Gemeinschaftsarbeit von Gutachtern für Grundstückswerte und den Vertretern der Städte und Gemeinden des Saarpfalz-Kreises. Übrigens haben auch die Mieter- und der Vermieterorganisationen dieser Arbeit zugestimmt. Für die Bürger ist damit ein wichtiges Stück Transparenz erreicht worden.

Ab heute kann man sich bei Fragen zum Mietspiegel an den Saarpfalz-Kreis wenden, die Telefonhotline ist montags, dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 11 Uhr und von 15 bis 16 Uhr erreichbar.

Tel.: (0 68 41) 104-72 08.

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