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Investitionen auf dem Schlossberg in Homburg

Touristenziel in Homburg : Viele Fragen bleiben rund um den Schlossberg

Seit Tagen ist der Schlossberg in Homburg wieder in aller Munde. Grund: Es wird erneut über mögliche Fördergelder aus Saarbrücken diskutiert. Je tiefer man allerdings in die Materie einsteigt, umso mehr kommen (bleiben) Zweifel.

Um das Geld zu bekommen, ist nämlich ein zusätzlicher Zugang zum höchsten Punkt der Stadt vonnöten. Denn: Die Millionen fließen nur, wenn gesichert ist, dass auch die Touristenzahl, sprich die der Besucher für Höhlen und Ruine, steigt. Vor zwei Jahren musste man sich bekanntlich aus Zeit- und Kostengründen vom Tagtraum Schlossberg-Aufzug verabschieden. Jetzt holt man eine alte Lösung aus der Versenkung, die einen Zugang über das Karlsberg-Gelände und das unterirdische Tunnelsystem ermöglichen könnte. Ja, könnte. Denn auch hier bleiben mehr Fragen, als es derzeit Antworten gibt. Stichwort: Neubau eines Besucherzentrums. Dieses wird als unabdingbar angesehen. Die Frage sei allerdings erlaubt: Wenn künftig die Höhlentour schon in der Karlsbergstraße starten wird, dann braucht man eigentlich kein sündhaft teures Zentrum mitten im Hang, wo sich heute der Eingang befindet. Das Thema müsste also auf den Prüfstand – mit offenem Ergebnis.

Das eigentliche Problem kommt in der Diskussion zu kurz. Die Höhlen sind toll, aber wer sie gesehen hat, wird nicht noch weitere zehn Mal kommen. Es bleibt somit schwierig, die Zahlen mittel- und langfristig hoch zu halten. Um mehr Leute dauerhaft anzulocken, müsste der Schlossberg ganz anders „bespielt“ werden. In den Höhlen selbst, aber auch auf der Hohenburg-Ruine, die sich dafür geradezu anbietet. Man beachte, was alles an der Kirkeler Burg läuft. In Homburg gibt es einmal im Jahr die Kinonächte. Theateraufführungen, die sich geradezu anbieten, fanden zwar schon statt, aber sie wurden von privater Hand durchgeführt. In den Höhlen liefen die ein oder andere Lesung und eine Ausstellung. Hier ist deutlich Luft nach oben. Natürlich wäre ein toller Zugang über das bestehende Tunnelsystem interessant und spannend. Aber es ist zu befürchten, dass wir da in fünf Jahren immer noch diskutieren, ohne dass etwas passiert. Fünf Jahre halten sich nämlich bereits die bisherigen Diskussionen rund um den Hausberg. Geschehen ist nichts.