Interessantes und Merkwürdiges über den Karlsberg

Homburg · Am kommenden Sonntag, 3. Mai, ab 14 Uhr findet wieder eine etwas "andere" Exkursion über den Homburger Karlsberg statt. Seit dem Baubeginn im Jahr 1777 waren die neue Landesresidenz Schloss Karlsberg und der regierende Herzog Karl II.

August von Pfalz-Zweibrücken nicht nur Gegenstand zahlreicher zeitgenössischer Briefe und Reiseberichte, sondern auch literarischer Werke.

In Gedichten, Romanen und Erzählungen wurde das "Phänomen Karlsberg" bis in unsere unmittelbare Gegenwart hinein verarbeitet, wobei die Spannbreite von Faszination bis zu Kritik reicht. Gerade die frühe Zerstörung der gigantischen Schloss- und Parkanlagen durch französische Revolutionstruppen im Jahr 1793 und der daraus resultierende Ruinencharakter begünstigten eine literarische Mythenbildung, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Literaturwissenschaftler Reiner Marx führt auf einer Wanderung diesmal durch die Gartenanlage der "Karlslust" und wird an den historischen Relikten Interessantes, Merkwürdiges und Kritisches aus den vielfältigen Schriften über den Karlsberg und seinen umstrittenen Erbauer rezitieren; die wichtigsten Zeugnisse dieser Art hat er in einem kommentierten Lesebuch zusammengestellt, das als Saarpfalz-Sonderheft inzwischen in zweiter Auflage wieder greifbar ist.

Die Exkursion wird von der Saarpfalz-Touristik und dem Kulturamt der Stadt Homburg organisiert. Die Wanderung wird rund zwei Stunden dauern, sich aber nach den Witterungsverhältnissen richten. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Treffpunkt: Parkplatz der Karlslust, 14 Uhr. Der Preis für die Exkursion beläuft sich auf fünf Euro, Anmeldung nicht erforderlich.