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"Initiative gegen die Eintönigkeit"

"Initiative gegen die Eintönigkeit"

Limbach. Mit Singen kann man Freude ausdrücken, aber auch Trauer verarbeiten. Das trifft auch für den Protestantischen Kirchenchor Limbach zu, welcher seit 100 Jahren den Menschen in der Gemeinde mit seinen Liedern geholfen hat, Tiefen zu überstehen und Freude bereitet hat

Limbach. Mit Singen kann man Freude ausdrücken, aber auch Trauer verarbeiten. Das trifft auch für den Protestantischen Kirchenchor Limbach zu, welcher seit 100 Jahren den Menschen in der Gemeinde mit seinen Liedern geholfen hat, Tiefen zu überstehen und Freude bereitet hat. Mit einem Festabend und einem abwechslungsreichen Geburtstagsprogramm aus Musik, Gesang und Sketchen hat der Kirchenchor unter der musikalischen Leitung von Nicole Lawrence am vergangenen Freitag sein 100-jähriges Jubiläum im Theobald-Hock-Haus gebührend gefeiert. Neben dem Jubiläumschor sorgten der Männerchor des Männergesangvereins 1875 Limbach sowie Christoph Jakobi (Klavier) für die musikalisch Umrahmung des Festabends. "Es waren engagierte Menschen, die gerne sangen und in den Gottesdienst gingen", würdigte Vorsitzende Marianne Hoßfeld die Gründer des Kirchenchores. Heute sehe es so aus, als ob Kirchenchöre angesichts des hohen Alters der Mitglieder "ein Auslaufmodell" seien. "Der Nachwuchs ist zögerlich", stellte Hoßfeld fest. "Um jung zu bleiben , braucht der Chor neue, aktive Sänger", warb sie um Mitglieder. Singen gehöre zum Leben dazu, würdigte Landrat Clemens Lindemann den vielstimmigen Chorgesang als "eine Initiative gegen die Eintönigkeit". Dass das Singen verbindet, zeige der aus protestantischen und katholischen Sängern bestehende Kirchenchor: Er hat ein deutlich ökumenisches Gesicht, denn die Glaubensrichtung spielt keine Rolle", betonte Lindemann. Bürgermeister Frank John und Ortsvorsteher Heinz Grub dankten dem Kirchenchor für sein Engagement und wünschten, dass er auch die kommenden Jahrzehnte so stimmgewaltig und engagiert angeht und sein Gesang noch viele Herzen erreichen wird. "Gott loben, das ist unser Amt" würdigte Christoph Jakobi, Bezirksobmann für Kirchenmusik im Dekanat Homburg, den Jubiläumschor für den langen Atem und die heiße Leidenschaft in der Kirchenmusik. "Wer singt, betet doppelt". Für ihre humoristischen Ausführungen über den "Homo Cantatus", den gemeinen Chorsänger, erhielt Pfarrerin Silke Portheine-Hofmann für viel Beifall beim Publikum. Pfarrerin Christiane Härtel dankte dem Chor für "die Bereicherung der Gottesdienste, für Trauerbegleitung, Konzerte und Festgesang".Er habe sich das Singen als eine Gabe Gottes zur Aufgabe gemacht, sein Gesang sei Seelsorge, Lob Gottes und Verkündigung des Evangeliums. Abgerundet wurde das Programm mit einem Beitrag aus dem Probenalltag, Sketchen, Lied- sowie Gedichtvorträgen. Im Rahmen der Feier wurden Margot Weis für 65 Jahre Sangestätigkeit, Leni Schmidt und Heidi Weingart für 60 Jahre, Mechthild Freiler und Sieglinde Schneider für 55 Jahre, Wilma Hohmann für 30 Jahre sowie weitere Jubilare für 20 und 15 Jahre geehrt.

Auf einen Blick

Der Protestantische Kirchenchor Limbach feierte unter der Leitung von Nicole Lawrence sein 100-jähriges Jubiläum mit einem Festabend im Theobald-Hock-Haus. Mitwirkende beim Geburtstagsprogramm waren neben dem Jubiläumschor der Männerchor des MGV 1875 Limbach, Christoph Jakobi (Klavier), Silke Portheine-Hofmann sowie Christa Balzer, Mechthild Freiler, Rosi Heß, Marianne Hoßfeld, Axel Leibrock, Leni Schmidt, Linde Schneider, Dieter Schorcht, Garnet Seifert und Heidi Weingart. Die Gesamtleitung hatte der Vorstand des Protestantischen Kirchenchores. re