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In Homburg gibt es Ärger um die Finanzierung der Schlossberg-Sanierung

Schlossberg und Schneidewind-Prozess : Alte und neue Bauchschmerzen

Nein, romantisch-kuschelig ist diese Adventszeit wirklich nicht. Auch wenn man in den Städten versucht, mit Deko etwas Stimmung zu verbreiten. Und es zumindest schon mal Schnee gab, damit sah es wenigstens etwas weihnachtlicher aus, kurzzeitig.

Doch Corona hält die Menschen in Atem, hat in Homburg, im ganzen Saarpfalz-Kreis jetzt diejenigen erfasst, die hier am verletzlichsten sind: Die Bewohner von Seniorenheimen und Kranke. Die Fälle in Homburg, Blieskastel und im Kreiskrankenhaus stiegen.

Und als wäre das nicht schon fordernd genug, kommen „alte“ und neue unerfreuliche Homburger Themen wieder zurück. Zum einen begann in dieser Woche der Revisionsprozess in der Detektiv-Affäre gegen den suspendierten Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind – auf den man ja lange gewartet hat. Wobei auch hier schon wieder Ungemach droht: Schon zu Prozessbeginn hatten Beobachter Bedenken, fragten ob hier die Neutralität, etwa bei einer Schöffin, gegeben sei. Nun hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, sieht nicht nur die Schöffin, sondern auch die Vorsitzende Richterin als befangen an. Am Montag soll es weiter gehen – man wird sehen, wie.

Zum anderen zeigen sich beim Sanierungs-Projekt für den Homburger Schlossberg samt den Höhlen, für das der Bund 5,75 Millionen Euro Fördergeld bereitstellt, einige größere Schönheitsfehler. Keine Frage, dass sich auf Homburgs Hausberg etwas tun soll und dass es da Finanzspritzen gibt, sind gute Nachrichten. Doch hat die Stadt kein Geld zu verschenken, muss weiter auf jeden Cent schauen. Ihr Eigenanteil klingt angesichts der Gesamtsumme zwar verkraftbar, aber gezahlt werden muss er am Ende doch. Deshalb ist es überhaupt keine kluge Entscheidung vorzupreschen, wenn Hausaufgaben nicht erledigt wurden, wenn etwa der Antrag auf den so wichtigen Zuschuss vom Land noch fehlt, der Stadtrat noch nicht zum Zuge kam. Zumindest sollte man das direkt offen ansprechen. Sonst hagelt es Kritik an einer im Grunde positiven Sache.