Forschungsgebäude: In drei Jahren zieht die Forschung ein

Forschungsgebäude : In drei Jahren zieht die Forschung ein

In diesem Jahr wird mit dem Bau des neuen Forschungsgebäudes PZMS auf dem Campus des Uniklinikums begonnen.

Wo sich derzeit noch eine Brachfläche erstreckt, sollen sich in drei Jahren Labore, Computerräume, hochmoderne Geräte und vor allem gute Forscher befinden, denn seit zwei Jahren ist bekannt, dass Homburg auf dem Gelände des Uniklinikums ein weiteres erstklassiges Forschungsgebäude erhalten wird. Und zwar neben dem bereits bestehenden Forschungsbau des Zentrums für Molekulare Medizin (CIPMM). Sein Name: Präklinischen Zentrums für Molekulare Signalverarbeitung, kurz PZMS (wir berichteten).

Der Neubau „stellt einen wesentlichen Schritt zur weiteren Modernisierung der Universität des Saarlandes dar,“ hieß es dazu in einer Pressemitteilung des saarländischen Innenministeriums. Das PZMS sei einer der beiden Grundpfeiler des zukünftigen Forschungscampus’ Homburg, in ihm werden zehn verschiedene Arbeitsgruppen mit Forschungsschwerpunkten aus der vorklinischen Medizin multidisziplinär zusammenarbeiten.

Der Bedeutung des Projektes entsprechend hat das Land einen europaweiten Architekturwettbewerb ausgelobt, an dem namhafte Architekturbüros teilnahmen, so das Innenministerium weiter. Es wurden insgesamt 20 Arbeiten eingereicht, die von einem Preisgericht prämiert wurden. Den Zuschlag für die Planung und Ausführung der Baumaßnahme erhielt nach Abschluss des nach europäischem Vergaberecht bei einem Projekt dieser Größenordnung zwingend durchzuführenden Verfahrens die zweitplatzierte Planungsgruppe Focht + Partner aus Saarbrücken.

Für das neue Forschungsgebäude sind rund 43,6 Millionen Euro veranschlagt worden, wobei jeweils die Hälfte aus Bundesmitteln und aus Mitteln des Landeshaushaltes kommt, das heißt, das Saarland wird 22 Millionen Euro dazusteuern. Wie Annegret Kramp-Karrenbauer, damals noch saarländische Ministerpräsidentin, vor zwei Jahren mitteilte, handele es sich dabei „um die höchste Summe, die der Bund jemals als Mitförderung für ein Forschungsgebäude im Saarland bereitgestellt hat“. Auf einer Nutzfläche von 4300 Quadratmetern werden dann 174 Mitarbeiter einziehen. „Es ist eine großartige Sache“, betonte damals auch Professor Uli Böhm, der federführend war beim Stellen des Antrages beim Bund, „ich wurde unterstützt von Susanne Reichrath, die sich in Berlin für dieses Vorhaben eingesetzt hat.“ Reichrath ist Beauftragte der Ministerpräsidentin für Hochschulen und Wissenschaft.

Den Bewerbern aus dem Saarland kam dabei zugute, dass sie bei der Bewerbung schon das Baufeld für das Gebäude genau ausweisen konnten. Zu den Bedingungen der Geldvergabe gehörte auch, dass das Gebäude spätestens 2021 fertig sein muss. Der Bedeutung des Projektes entsprechend, hat das Land einen europaweiten Architekturwettbewerb ausgelobt. Es wurden insgesamt 20 Arbeiten eingereicht, die von einem Preisgericht bewertet und prämiert wurden.

Innenminister Klaus Bouillon hatte vor einem Jahr die Preise überreicht, der 1. Preis in einer Höhe von 66 000 Euro wurde dem Büro Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner, Köln, verliehen. Den 2. Preis erhielt das Saarbrücker Büro Focht + Partner. Dass die Saarbrücker Architekten, obwohl zweitplatziert, dennoch den Zuschlag bekamen, lag an ihren fundierten Nachbesserungen, die von den beiden Preisträgern nachgefordert worden waren, denn beide Entwürfe wiesen nach Ansicht der Jury noch Mängel auf. Bei diesen Nachbesserungen hatte schließlich das Büro Focht die Nase vorne.

Im übrigen ist das Saarbrücker Büro Focht auf dem Homburger Campus schon so gut wie zu Hause: es hat das Laborgebäude geplant und ausgeführt, den zweiten Bauabschnitt der Inneren Medizin in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Architektenbüro Wörner fertiggestellt und abgewickelt und das Zentrum für klinisch-experimentelle Chirurgie erweitert und saniert.

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