1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

„In beeindruckender Natur an die Grenzen gestoßen“

„In beeindruckender Natur an die Grenzen gestoßen“

Läufer Uwe Wachter erlebte beim Transalpine Run spektakuläre Dinge. Am Ende stießen er und sein Partner an ihre Grenzen und mussten aufgeben. Trotz der Strapazen zog der Jägersburger aber eine positive Bilanz.

Triathlet Uwe Wachter aus Jägersburg hat vor Kurzem am legendären Transalpine Run teilgenommen. Er bildete mit Uwe Pflanzelt aus Pforzen im Allgäu ein Duo, aus Sicherheitsgründen waren nur Zweierteams erlaubt. Der Etappenlauf durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien hatte eine Gesamtlänge von 260 Kilometern und 16 000 Höhenmetern.

Start war in Oberstdorf, Zielort Sulden. "Als ich die ganzen Trailrunning-Freaks bei der Pasta-Party am Vortag des Starts sah, wurde ich schon etwas nervös. Schließlich schauten die alle sehr, sehr fit aus. Und dann wurde mir schnell klar, dass dies mit einer normalen Laufveranstaltung nichts zu tun hat", schildert Wachter. Kurz nach dem Start kreisten die Hubschrauber des Veranstalters, mein Herz klopfte wie wild", erzählt der 46-Jährige.

Kurz vor Erreichen der Mindelheimer Hütte auf 2013 Meter bekam der Saarländer Krämpfe in die Adduktoren, während seinem Partner eine vermeintlich ausgeheilte Oberschenkelzerrung zu schaffen machte. Dennoch kamen beide wohlbehalten im ersten Zielort Lech an. Ihre Zeit von etwas über sechs Stunden bedeutete im Gesamtklassement einen Mittelfeldplatz.

Krämpfe, Schmerzen , Übergeben

Am nächsten Tag ging es bis auf 2600 Meter hoch, mehrere Berge standen an. Unterwegs sahen sie bereits umgekehrte Läufer und welche, die sich übergebend auf einen Felsen kauerten. "Nach der Ankunft in St. Anton ging es mir richtig schlecht - schlechter als damals beim Hamburg-Marathon, als ich nach 37 Kilometern wegen Krämpfen aufgeben musste", berichtet Wachter und ergänzt: "Da mein Partner im Oberschenkel schlimme Schmerzen hatte, entschieden wir uns beide zur Aufgabe."

Trotz der Strapazen zog Wachter aber ein positives Gesamtfazit: "Ich bin in einer beeindruckenden Natur an meine Grenzen gestoßen, manchmal auch darüber hinaus. Ich habe tolle Menschen kennengelernt. Mein Respekt gilt den Zielläufern dieser einwöchigen Veranstaltung - aber auch denjenigen, die vorher ausgestiegen sind. Sie hatten erkannt, wann es besser ist, aufzuhören, bevor der Körper einen Schaden erleidet."