Im Eiskanal vom Weber-Platz

Homburg. Die Rodel-Rennen in den Eiskanälen von Winterberg, Lake Placid, Whistler Mountain oder Segulda haben längst ihren festen Platz im Kalender der Rodel-Elite - die Rennen im Eiskanal vom Weber-Platz werden dafür noch brauchen

Homburg. Die Rodel-Rennen in den Eiskanälen von Winterberg, Lake Placid, Whistler Mountain oder Segulda haben längst ihren festen Platz im Kalender der Rodel-Elite - die Rennen im Eiskanal vom Weber-Platz werden dafür noch brauchen. Aber der Anfang ist gemacht: Gestern Nachmittag haben die Kinder die Rodel-Rennen auf der Weihnachtsdorf-Bahn in der Homburger City eröffnet, abends ab 18 Uhr standen die Endläufe auf dem Programm. Heute folgen Erwachsene und das Prominenten-Rennen und am Mittwoch sind die Rennen der Vierer-Teams angesagt.Jede Menge Kinder sind um den Titel gerodelt, haben ganz schöne Geschwindigkeiten entwickelt. "Die Bahn ist 34 Meter lang und 6,50 Meter breit. Wir haben zwei Pisten nebeneinander, so könnten also auch zwei Rodler gegeneinander fahren", erläuterte Weihnachtsdorf-Organisator Thorsten Bruch. Zwölf bis 14 Sekunden dauert eine Fahrt, "da geht's schon ganz schön schnell zur Sache", so Bruch. Die Bahn sei ist entsprechend präpariert. "Sie wird von unten gekühlt, so dass wir wetterunabhängig wären. Das ist aber in diesem Jahr uninteressant", lacht der Organisator angesichts konstanter Minusgrade. Die Kosten? "So eine Bahn ist schon immens teuer", so Bruch, "ohne Sponsoren wäre das nicht machbar."

Bis nach 16 Uhr wurden noch Nennungen angenommen. Im Scheinwerferlicht machen sich die "Rennrodler" fertig, bringen die bunten Reifen in Stellung - und schon geht's in rasanter Fahrt die Bahn hinab. Viel zu schnell ist das Ziel erreicht, schlägt der Renn-Reifen an die Kopfbande an - zwingende Voraussetzung für die Zeitnahme. Die unterschiedlichen Zeiten lassen darauf schließen, dass es auch im Eiskanal vom Weberplatz auf Technik ankommt. Entscheidend scheint das "Drehmoment" zu sein: Wer ohne Drehung um die eigene Achs runterkommt, scheint schneller zu sein. Dem kleinen Lars ist der Spaß der schnellen Sekunden anzusehen und Christoph Braun entlockt die Zielankunft ein "Ouih, ist das geil!" Papa Thomas Ambos erkundigt sich beim fünfjährigen Jonas, wie die Fahrt denn war: "Gut", sagt der Jung-Rennrodler, sein Bruder Jannik fuhr auch, und strahlt übers ganze Gesicht. Und zumindest in den Qualifikationsläufen hatte er in seiner Altersklasse gegen 16.30 Uhr mit 9,8 Sekunden die Bestzeit inne. Derweil zollt eine Zuschauerin dem Veranstalter Lob: "Das ist hier viel besser als früher. Endlich ist was los."

Den Titel holte sich schließlich bei den Minis (bis zehn Jahre) Lea Heinrich vor Jonas Ambos; bei den Midis (bis 15 Jahre) siegte Hanna Flickinger vor Benedikt Buhles. "Da geht's schon ganz schön schnell zur Sache."

Thorsten Bruch

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