Im Einsatz für Natur und Kultur

Homburg. Homburgs Bürgermeister Klaus Roth sparte am Montagabend nicht mit Dank und Anerkennung für die ehrenamtlichen Grünpaten und die ehrenamtlichen Aufsichtspersonen der Galerie im Kulturzentrum Saalbau

Homburg. Homburgs Bürgermeister Klaus Roth sparte am Montagabend nicht mit Dank und Anerkennung für die ehrenamtlichen Grünpaten und die ehrenamtlichen Aufsichtspersonen der Galerie im Kulturzentrum Saalbau. Die jährliche und traditionelle Ehrung der unentgeltlich Aktiven stand an, für Roth auch die Gelegenheit, das Lob mit dem Hinweis zu verbinden, wie notwendig bürgerliches Engagement ist. 1995 war das Jahr, in dem Homburg unter dem damaligen OB Rainer Ulmcke die Grünpatenschaften aufgrund einer schlechten Haushaltslage eingeführt habe. Seither sei die Situation nicht entspannter. "Die Lage hat sich nicht verbessert, sie hat sich eher verschlechtert, die Situation im Haushalt ist sehr kritisch." Als eines der Zeichen dafür nannte Roth auch den Rückbau einiger Kinderspielplätze - eine von vielen Maßnahmen, die den fehlenden Einnahmen geschuldet seien. Und Roth wurde noch deutlicher: So habe die Gewerbesteuer, Homburgs zentrale Einnahmequelle, im Jahr 2010 gerade einmal ausgereicht, um die Kreisumlage an den Saarpfalz-Kreis zu zahlen.Vor diesem Hintergrund habe das Engagement der Grünpaten und der Galerie-Aufsichten eine herausragende Bedeutung. Schließlich sei kein Geld vorhanden, um die ehrenamtlich geleisteten Aufgaben auf hauptamtlicher Basis zu erledigen. "Hier greift ihre Hilfe und ihre Unterstützung", so Roth zu den etwas über 30 ehrenamtlich Aktiven, die an der Feierstunde teilgenommen hatten, "sei es als Privatperson, als Verein, politischer Organisation oder auch Firma". Durch deren Engagement werde dafür gesorgt, dass an bestimmten Orten der Stadt, "oft vor der Haustür oder im nahe gelegenen Wohnumfeld etwas geschieht, an dem wir uns alle erfreuen können. Dafür danke ich Ihnen im Namen des Oberbürgermeisters, des Stadtrates und der Verwaltung."

In einer kleinen Feierstunde im Rathaus zeichnete Homburgs Bürgermeister Klaus Roth (Mitte hinten) ehrenamtliche Grünpaten und Galerie-Aufsichten für ihr Engagement aus. Foto: Thorsten Wolf.

Würdigte Roth so die Leistungen der Grünpaten, so fand er nicht weniger dankende Wort für die ehrenamtlichen Galerie-Aufsichten. "Gäbe es diese Hilfe nicht, so wären unsere Ausstellungen in der Form, wie sie sich derzeit präsentieren, gar nicht möglich. Denn dies könnten wir uns gar nicht leisten." Roth legte Wert auf die Feststellung, dass es nicht um das "Leisten wollen", sondern um eben das "Leisten können" gehe. So wäre es derzeit nicht möglich, der zuständigen Kommunalaufsicht, dem Landesverwaltungsamt, angesichts der prekären Homburger Haushaltslage Ausgaben für hauptamtliche Galerie-Aufsichten oder für die Pflege aller Grünflächen zu vermitteln. Roth äußerte die Hoffnung, die Einnahme-Situation Homburgs könne sich in der Zukunft verbessern, verwies aber auch auf die ausgeprägte Abhängigkeit der Stadt von der Automobil-Industrie. "Wenn es dort eine kleine Erkältung gibt, dann haben wir eine Lungenentzündung."