Homburgs Fanmeile wird erweitert

Homburg. Während sich die einen beim Public Viewing auf dem historischen Marktplatz im Homburg am Sonntagabend gemeinsam mit der deutschen Fußballnationalmannschaft ins Viertelfinale zitterten (wir berichteten), fing mindestens ein anderer an zu rechnen, namentlich Homburgs für die öffentliche Sicherheit zuständiger Beigeordneter Rüdiger Schneidewind

Homburg. Während sich die einen beim Public Viewing auf dem historischen Marktplatz im Homburg am Sonntagabend gemeinsam mit der deutschen Fußballnationalmannschaft ins Viertelfinale zitterten (wir berichteten), fing mindestens ein anderer an zu rechnen, namentlich Homburgs für die öffentliche Sicherheit zuständiger Beigeordneter Rüdiger Schneidewind. Denn: Die Zahl von 4000 begeisterten Fußballfans vor der großen LED-Video-Wall war Segen und Androhung eines Fluchs zugleich, des Fluchs der guten Tat. Was wäre, wenn Deutschland das Viertelfinale erreicht, das Wetter am Tag des Spiels gut ist und weit mehr als die 4000 Fans vom Sonntag am kommenden Freitag, 22. Juni, den Weg nach Homburg fänden?4000, das ist die Obergrenze dessen, was der historische Marktplatz mit Blick auf die Gewährleistung der Sicherheit der Fans aufnehmen kann. So fingen schon vor dem Schlusspfiff am Sonntag erste Überlegungen über einen anderen Schauplatz für die Übertragung des Viertelfinales Deutschland gegen Griechenland an. Eine denkbare, weil ausreichend große Alterantive: das Gelände am Hallenbad. Gestern nun kam man in der Stadtverwaltung zusammen und diskutierte das Für und Wider einer örtlichen Neukonzeption des Public Viewings. Gegen Mittag dann die Lösung: Kernzone des Fanspektakels bleibt der historische Marktplatz. Um aber ohne weitere Schwierigkeiten zur Not auch bis zu 6000, eventuell sogar 7000 Fans aufnehmen zu können, wird auch der nahe gelegene La-Baule-Platz zur Public-Viewing-Zone.

Gegenüber unserer Zeitung begründete Rüdiger Schneidewind gestern die Entscheidung so: "Diese Lösung ist die beste, wenn es darum geht, Aufwand und Ergebnis gegeneinander abzuwägen." So hätte ein Umzug ans Hallenbad eine enorme logistische Anstrengung bedeutet, zudem sei bei den Fans der Marktplatz als Ort des Public Viewings bekannt. Mit der Erweiterung in der Kernstadt erhalte man zudem das besondere Flair der Veranstaltung. Für diejenigen, die auf dem La-Baule-Platz das Viertelfinale verfolgen, werde ein Beamer samt Leinwand bereitgestellt. Zudem ging Schneidewind, der die Entscheidung gemeinsam mit dem Beigeordneten für das Stadtmarketing, Axel Ulmcke, getroffen hatte, gestern davon aus, dass sich auch Wirte der Altstadt dort mit einem Angebot engagieren.

 4000 Fußballfans verfolgten am Sonntag auf dem historischen Marktplatz das Spiel gegen Dänemark. Für das Viertelfinale am Freitag soll auch der La-Baule-Platz zur Fanmeile werden, um einem erwarteten größeren Besucherandrang Herr zu werden. Foto: Thorsten Wolf
4000 Fußballfans verfolgten am Sonntag auf dem historischen Marktplatz das Spiel gegen Dänemark. Für das Viertelfinale am Freitag soll auch der La-Baule-Platz zur Fanmeile werden, um einem erwarteten größeren Besucherandrang Herr zu werden. Foto: Thorsten Wolf

Wie viele Gäste das neue Konzept letztendlich zulassen wird, ob 6000, 6500 oder gar 7000, werden Erhebungen der nächsten Tage ergeben. Bleibt die Frage zu beantworten, wie es nach dem Viertelfinale weitergeht. Für den Fall, dass Deutschland sogar das Finale der EM erreichen sollte, machte Schneidewind klar: "Dann müssen wir uns gegebenenfalls noch mal eine neue Konzeption einfallen lassen, wenn wir erkennen, dass auch 6000 oder 7000 als Volumen nicht reichen könnten."