Homburger Taler gibt den Euro

Homburg. Während die Europäische Union noch immer an der Euro-Krise herumdoktert, ist man in Homburg schon einen Schritt weiter

Homburg. Während die Europäische Union noch immer an der Euro-Krise herumdoktert, ist man in Homburg schon einen Schritt weiter. Zwar will die Kreisstadt nicht aus der Euro-Zone austreten, doch haben der Gewerbeverein Homburg als Initiator und die Kreissparkasse Saarpfalz (KSK) als Logistik- und Marketingpartner gestern mit dem neuen "Homburg Taler" zumindest eine "Parallel-Währung" vorgestellt. Das System ist einfach: Ein "Homburg Taler" besitzt den Realwert von fünf Euro. Zu diesem Preis kann er nun bei den KSK-Geschäftsstellen in der Talstraße, der Ringstraße und der Dürerstraße erworben werden. Auf der anderen Seite der geldwerten Transfer-Linie stehen teilnehmende Homburger Geschäfte und Gewerbetreibende, die den Taler zum Nennwert einlösen. "Das ist schlichtweg wie Bargeld", verdeutlichten die stellvertretenden Vorsitzenden des Homburger Gewerbevereins, Axel Ulmcke und Hans Felden, letzterer auch Verantwortungsträger seitens der Kreissparkasse.Die Idee, so Ulmcke, zum Homburg Taler als Geschenkidee und Marketing-Instrument, sei schon lange angedacht, allerdings habe es bisher keine Möglichkeit gegeben, die Logistik eines solchen "Zahlungsmittels" zu verwirklichen. Dieses Problem habe sich nun durch Kooperation mit der Kreissparkasse erledigt. Die ihrerseits ist mit einer eigenen Marketing-Aktion am "Homburg Taler" beteiligt. Hans Felden: "Als Inhaber einer Sparkassen-Card bekommt man beim Kauf von zehn Talern einen kostenlos obendrauf, beim Kauf von 20 oder mehr zwei."

Sowohl Ulmcke als auch Felden zeigten sich gestern bei der offiziellen Präsentation in den Räumen der KSK sicher, mit dem einfachen System eines verlustfreien "Ersatzes" von Euro durch "Homburg Taler" den Nerv von Kunden und Gewerbetreibenden zu treffen. "Das Ganze ist gerade für Geschäftsleute extrem einfach zu handhaben, indem sie den Homburg Taler einfach wie Bargeld behandeln und ihn wie solches einfach in die Kasse legen. Und wir hoffen und wünschen uns natürlich, dass alle Homburger Gewerbetreibenden und Geschäftsleute mitmachen und nicht nur die, die Mitglied des Gewerbevereins Homburg sind." Denn es gehe, so Ulmcke, darum, Kaufkraft in Homburg zu halten. thw

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