Homburger Grüne sehen höhere Kosten beim Kombibad

Homburger Grüne sehen höhere Kosten beim Kombibad

Die Homburger Grünen werfen der Stadtverwaltung vor, bei den Kosten für das Kombibad "unvollständige und irreführende" Zahlen zu nennen.Beim von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind dargelegten Betrag von 18,37 Millionen Euro "fehlen die Aufwendungen für das Grundstück, das Blockheizkraftwerk, Parkplätze, Straße und Beleuchtung, Grünanlage, Liegewiese, Kanalanschluss und die Beratungskosten in sechsstelliger Höhe", schreibt der Co-Vorsitzende der Grünen im Homburger Stadtrat, Winfried Anslinger.

Rechne man alles hinzu, "kommen wir auf fast 23 Millionen Euro ", führt er aus. Dies sei möglicherweise noch nicht alles. Allein die 23 Millionen Euro stellten im Vergleich zum ursprünglich veranschlagten Betrag von 15 Millionen Euro eine Kostenüberschreitung von 53 Prozent dar. Es habe zwar für einen Teil dieser Zusatzkosten ein "Mehr" an Attraktionen gegeben, doch ob dies langfristig die Wirtschaftlichkeit verbessere, müsse sich erst noch zeigen, so Anslinger weiter.

Auch dass die künftigen Betriebskosten den städtischen Haushalt entlasteten, sei nur die halbe Wahrheit. Der größte Teil des Verlustausgleichs werde über die Gewinne der Stadtwerke finanziert, also indirekt über Strom, Gas und Wasserpreise, die alle Bürger aufbringen müssten, gleich ob sie das Bad nutzten oder nicht, sagte er. Brutto gerechnet werde der Zuschussbedarf künftig höher sein als bei den beiden alten Bädern, so Anslinger abschließend.

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