Homburger Firma RRC überzeugt mit Power

Homburger Firma RRC überzeugt mit Power

Homburg. Drei kleine Buchstabenkürzel beschreiben wie kaum etwas anderes die Industrie- und Unternehmensgeschichte Homburgs: DSD und RRC

RRC Power Solutions, nun als einer von 356 Orten im Land der Ideen ausgezeichnet, steht für die erfolgreiche Ansiedlung von Hoch-Technologie-Unternehmen in Homburg. Foto: Thorsten Wolf.

Homburg. Drei kleine Buchstabenkürzel beschreiben wie kaum etwas anderes die Industrie- und Unternehmensgeschichte Homburgs: DSD und RRC. Steht das eine, DSD als Abkürzung für Dillinger Stahlbau, für das langsame Entschwinden klassischer Schwerindustrie in Homburg, so firmiert unter RRC ein Hoch-Technologie-Unternehmen, dass sich mit innovativen Ideen und Entwicklungen rund um Kleinstromversorgungen und Akku-Ladetechniken in den zurückliegenden Jahren international einen Namen gemacht hat. In dieser Woche erhielt RRC zum wiederholten Male eine Auszeichnung für sein Engagement, wurde das Unternehmen zuletzt unter die Top 100 Arbeitgeber in Deutschland gewählt, so wurde RRC nun als einer von "365 Orten im Land der Ideen", so der Titel des in Kooperation mit der Deutschen Bank ausgerichteten Wettbewerbs, gewürdigt. Mit seinen Entwicklungen zur kabellosen Stromübertragung mittels Magnetfeld hatte RRC Power Solutions die Jury überzeugt. Die offizielle Preisübergabe am Donnerstag verwandelte die Unternehmensführung zu einem "Tag der Innovation", bei dem das von RRC entwickelte Stromversorgungssystem zum ersten Mal öffentlich vorgestellt wurde. Mit RRC hat sich in Homburg ein Vorzeige-Unternehmen im Technologiebereich angesiedelt, für Gerhard Ruffing, den kaufmännischen Geschäftsführer von RRC, eine richtige Entscheidung. "Bei der Standortauswahl haben wir damals mit vielen Städten verhandelt, die alle sehr daran interessiert waren, uns als ansässige Firma zu gewinnen. Bei diesen Verhandlungen hat uns Homburg in allen Bereichen am meisten geboten." Für Ruffing dabei, mit Blick auf den Markt der Medizintechnik, auch ein Vorteil: Die Nähe zum Uniklinikum. Am Rande des offiziellen Festaktes ordnete Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner den erneuten Erfolg von RRC in das wirtschaftliche Gesamtkonzept der Stadt ein, das, bei aller Freude über Unternehmen wie RRC, auch das industrielle Fundament der Stadt, also Unternehmen wie Michelin, Bosch, Thyssen Krupp Gerlach oder Schaeffler Technologies im Fokus hat. "Homburg wird auch weiterhin von der sehr automobil-affinen Industrie profitieren. Denn auch dort wird hoch-innovativ gearbeitet. Daneben benötigen wir aber auch andere Wirtschaftsbereiche, die uns weniger krisenanfällig machen." Hier nannte Schöner beispielhaft Unternehmen aus der Medizintechnik und der Pharmazie. Und Schöner gab auch eine Perspektive für einen weiteren Zukunftsmarkt: die Entwicklung alternativer Antriebe für die Automobilindustrie. Sein Ziel: Die Kompetenzen alteingesessener Unternehmen mit Innovationen der Hoch-Technologie zu koppeln. "Warum soll in Homburg, gerade mit Blick auf die hier vorhandene Kompetenz im Automobilbereich, nicht ein Zentrum für die neue Energietechnik im Fahrzeugbau entstehen?" Ich lebe gerne in Homburg, weil es eine schöne Stadt ist, ich dort arbeite und mich wohl fühle, und weil ich viele Freunde dort habe.Panos Liberis Foto: Christian Schäfer/ SOL.DE

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