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Homburger Bündnis setzt sich gegen Diskriminierung ein

Homburger Bündnis setzt sich gegen Diskriminierung ein

Ziel des Homburger Bündnisses „Vielfältig statt einfältig“ ist der Einsatz für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft. Zukünftig ist auch geplant, mit der Zweibrücker und Trierer Initiative zusammenzuarbeiten.

Im Homburger Bündnis "Vielfältig statt einfältig" haben sich Bürger, Einrichtungen, Institutionen, Behörden, Vereine, politische Parteien und Firmen zusammengeschlossen, um sich für eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft einzusetzen. Thema der jüngsten Sitzung war vor allem die Erweiterung der Arbeit, einerseits durch die Akquirierung neuer Mitglieder, andererseits durch einen Erfahrungsaustausch und einer Verlinkung mit ähnlichen Gruppierungen, heißt es in der Pressemitteilung.

Gemeinsame Freizeitangebote

Als erfreulich wurde die Anwesenheit des Integrationsbeauftragten und Vorsitzenden des türkischen Elternbundes, Nuretin Tan, bewertet. Er stellte seine Arbeit vor, die beispielsweise sinnvolle Freizeitangebote, aber auch schulische Hilfen für türkischstämmige Jugendliche umfasst. Ein gemeinsames Projekt von Jugendlichen und Senioren soll auch syrische und eritreische Flüchtlinge betreffen. Der interkulturelle Austausch in Homburg liege auch im Interesse des Bündnisses. Interessant sei ein Treffen mit einigen Mitgliedern des Bündnisses Buntes Zweibrücken gewesen, das sich mit Umtrieben rechter Kameradschaften auseinander setzen müsse. Das Homburger Bündnis plane nun für die Zukunft, mit der Zweibrücker Initiative zusammenzuarbeiten und auch gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren.

Ein Treffen mit dem Trierer Bündnis soll dem gleichen Ziel dienen, der Vernetzung von Institutionen und Bürgern, die für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen kämpfen.

Die aktive Teilnahme mit einem Redebeitrag an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht in der Stadtkirche Homburg sei wichtig gewesen, da sie einen Akt wider das Vergessen dargestellt habe, was für die Bündnisarbeit von großer Bedeutung sei.

Selbstreflexion ist wichtig

Beim Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Mitte Oktober, geleitet von Jörn Didas vom Adolph-Bender-Zentrum, sei den 15 Teilnehmern klar geworden, wie schwierig es sei, als Einzelner zu reagieren, und wie wichtig Selbstreflexion sei, denn Rassismus im Alltag mache man sich nicht immer bewusst. Auch hier sei klar geworden, dass gegenseitige Unterstützung absolut notwendig sei.

Aber auch ein einfaches Statement à la " Ich bin mit dem, was hier gesagt wird, nicht einverstanden" könne für Umstehende von Bedeutung sein und entlaste einen zudem selbst. Wichtig für die Zukunft sei ein Aktionsplan, der sofort in Kraft treten könne, sobald eine Veranstaltung rechter Gruppen angekündigt werde, heißt es weiter. Er wird in einer AG detailliert ausgearbeitet.

Das nächste Zusammentreffen des Homburger Bündnisses "Vielfältig statt einfältig" wird am Dienstag, 3. Februar, 17 Uhr, im Sitzungstrakt des Rathauses stattfinden.

Weitere Informationen und bei Fragen: E-Mail an homburg_vielfaeltigstatteinfaeltig@web.de oder bei Sandra Schatzmann im Kinder- und Jugendbüro der Stadt Homburg , Telefon (0 68 41) 10 11 44, oder bei Rita Märzheuser im Stadtteilbüro Lebendiges Erbach, Telefon (0 68 41) 18 87 66.