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Homburger Braunacht auf dem historischen Marktplatz

Bierfest : Zum Start der Braunacht zeigte sich die Sonne

Minister Bouillon, Landrat Gallo und Bürgermeister Forster eröffneten das Fest mit dem Fassanstich für drei neue Biere.

Manchmal muss man einfach ein bisschen Glück haben und darauf vertrauen, dass es wettertechnisch nicht so schlimm kommt, wie es scheint. Das galt am Samstag auf jeden Fall für die 2019-er Ausgabe der Homburger Braunacht und ihren traditionellen Start schon am Nachmittag auf dem historischen Homburger Marktplatz.

Noch eine knappe Stunde vor dem offiziellen Start um 16 Uhr sah es eher nach einer Wasserschlacht denn nach einem Brauerei-Fest aus – doch fast pünktlich hörte der Regen auf, der Himmel riss auf – und es trauten sich sogar einige Sonnenstrahlen hervor. Das war natürlich ganz im Sinne der Verantwortlichen der Karlsberg Brauerei. Immerhin sollten die Kehlen der Gäste feucht werden und nicht die Gäste selbst. Für den Soundtrack des nachmittäglichen Starts der Homburger Braunacht sorgte die Band „Tonsport“. Neben den Musikern fanden sich auf der Bühne gleich drei Fässer zum Anstich vorbereitet. Eingeweihte wussten da natürlich sofort: Es werden drei speziell für die Braunacht gebraute Biere der Brauerei offiziell vorgestellt.

Und wo drei Fässer, da natürlich auch Drei für den Anstich. In diesem Jahr wagten sich Homburgs Bürgermeister Michael Forster, Landrat Theophil Gallo und Saar-Innenminister Klaus Bouillon an den Hammer. Aus den Fässern, ohne größere Unfälle angeschlagen, liefen in diesem Jahr ein „Sternpils“, ein „Maibock“ und ein „Belgian Style Rosé“. Was in welchem Bier nun genau an unterschiedlichen Zutaten drin ist, das erklärten zwei der Karlsberg-Braumeister. Dann ging es an den Anstich, danach gab‘s aus den drei Fässern natürlich auch erstmal Freibier-Runden.

Während der offiziellen Eröffnung erläuterte Christian Weber, der Karlsberg-Generalbevollmächtigte, an der Seite von Geschäftsführer Markus Meyer den Gästen des Nachmittags, warum man sich eigentlich vor Jahren davor entschieden habe, die Homburger Braunacht ins Leben zu rufen. Und das habe, wie Weber nicht zum erstmal mal erklärte, mit einem ganz besonderen Datum zu tun, namentlich dem 23. April als „Tag des Deutschen Bieres“.

Zum Hintergrund: Mit diesem Tag wird seit 1994 vom deutschen Brauer-Bund der „Erlass der bayerischen Landesordnung im Jahr 1516“ gefeiert. Damit, just am 23. April, wurde damals offiziell festgeschrieben, dass für den Rechtsbereich der Landesordnung für das Brauen von Bier lediglich Gerste, Hopfen und Wasser zu verwenden seien – das „Deutsche Reinheitsgebot“ war geboren, erstmals so benannt dann 1918 in einem Protokoll des bayerischen Landtags. Von Bayern aus wurde dieses „Reinheitsgebot“ der Leitsatz deutscher Bierbrauer. Und die Karlsberg Brauerei bewies am Samstag erneut, welche Variationsmöglichkeiten mit den drei Komponenten des Bierbrauens möglich sind.

Doch, wie Christian Weber eben auch klar machte, gehe es seinem Unternehmen nicht nur darum, diesen wichtigen Tag in der Geschichte des deutschen Bieres zu feiern. „Über die Jahre hat in Homburg immer ein schönes Brauerei-Fest gefehlt. Und da haben wir uns gesagt: Komm, lass uns hier eine Veranstaltung machen, für Homburg, für die Stadt – bei der unsere Mitarbeiter zeigen, was sie am besten können, nämlich tolles Bier brauen.“

Was in diesem Jahr als Neuvorstellung mit erstmal temporärem Charakter unters Volk lief, das spannte auch den Bogen zwischen Tradition und Moderne, gaben sich „Sternpils“ und „Maibock“ visuell noch im klassischen braunen Gewand, kam das „Belgian Style Rosé“ eben in Rosa daher. Ob sich eines dieser speziell für die Braunacht gebrauten Biere vielleicht eine Tages auch im Sortiment des Unternehmens finden könnte, das schloss Christian Weber nicht aus. Nach dem gewohnt frühen Start in die Braunacht ging’s dann ab 19 Uhr weiter in ausgewählten Lokalitäten der Stadt – darunter auch in der inzwischen renovierten „Alten Schlosserei“ der Brauerei in der Karlsbergstraße.