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Hombuch verlief auch im Corona-Jahr sehr erfolgreich, Macher sind zufrieden

Buchmesse in Homburg : Hombuch-Macher ziehen ein positives Fazit des Lesefests

Eine Buchmesse in Coronazeiten zu stemmen, ist wirklich keine leichte Sache. Dennoch: Das Lesefest, eine eigentliche Messe gab es ja nicht, fand seine Fans. Viele Veranstaltungen waren komplett „ausgebucht“, wobei ja durch die Hygiene-Vorgaben auch nur sehr viel weniger Zuhörer als in normalen Zeiten üblich zugelassen waren.

Und diejenigen, die da in Homburg zum Buch griffen, waren durchaus Schwergewichte der Literaturszene. Zudem war auch bei den Genres so einiges geboten. Das fing beim Krimiautor Jean-Luc Bannalec an, umfasste die spannnenden Ausführungen von Russland-Kenner Johannes Grotzky ebenso wie die fachlichen von Ärztin und Autorin Yael Adler und hörte bei den feinen Federn von John von Düffel oder Zoe Beck noch nach lange nicht auf.

Hombuch-Macher Uli Burger empfand die Corona-Version der Hombuch dabei als durchweg positiv. „Die Leute waren zugänglich und haben sich an die Regeln gehalten. Die Autoren haben sich auch nicht beschwert, die waren alle begeistert, endlich noch mal mit echten Menschen in Kontakt zu kommen.“ Das habe auch für eine Christine Westermann gegolten, die es ja gewohnt sei, vor Hunderten von Leuten zu lesen. Froh ist Burger auch mit der Entscheidung, fast alle Veranstaltungen im Siebenpfeifferhaus stattfinden zu lassen. „Für den Saalbau hätten wir noch ein weiteres Hygienekonzept gebraucht. Ich bin rundum zufrieden mit dem Programm, das wir hatten.“

Zum ersten Mal war die Limbacher Buchhandlung Hahn mit im Boot bei der Hombuch. Jasmin Hahn sagte als Resümee, dass die fünf Tage ein „großer literarischer Spaß“ gewesen seien. Man habe gemerkt, dass die Leute kulturellen Hunger hatten. „Das Ganze ging in die richtige Richtung – Austausch mit den Autoren, aber mit Vorsicht.“ Auch die Autoren seien sehr angetan gewesen, für viele sei die Hombuch die erste Gelegenheit für eine Lesung nach dem Lockdown gewesen.

Das Homburger Siebenpfeifferhaus als Ort der meisten Hombuch-Veranstaltungen habe sich als ideal erwiesen, der Hausherr Dekan Holtmann sei zudem sehr hilfreich gewesen. Alles in allem zieht Hahn also ein überaus positives Fazit - nur: „Es zehrt auch ganz schön an einem.“