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Hohe Fördersummen für Städte und Gemeinden im Saarpfalz-Kreis

Projekte in Bexbach und Homburg : Zuschuss für Hallen-Abriss und Umbau altes Rathaus

5,8 Millionen Euro aus Städtebauförderung und Investitionspakt gehen an Kommunen im Saarpfalz-Kreis.

Bund und Länder unterstützen beim Ausbau nachhaltiger städtebaulicher Strukturen mit speziellen Programmen. Insgesamt stehen dafür in diesem Jahr rund 29 Millionen Euro für 43 Gesamtmaßnahmen zur Verfügung, heißt es aus dem Saar-Innenministerium. Und davon profitieren auch Projekte in Homburg und Bexbach. „Die Zuteilungsschreiben an die Kommunen werden in den nächsten Tagen mein Haus verlassen“, verspricht Minister Klaus Bouillon. Auf deren Grundlage würden die Kommunen in die Lage versetzt, Anträge für konkrete Einzelmaßnahmen zu stellen.

Außerdem fördern der Bund und das Saarland die Kommunen mit zwei Zusatzprogrammen. Die Städte und Gemeinden im Saarpfalz-Kreis erhalten so in diesem Jahr insgesamt rund 5,8 Millionen Euro. Mit diesem Geld werden etwa in Bexbach der Abriss der Höcherberghalle, in Homburg der Ausbau des alten Rathauses am Marktplatz zum Begegnungszentrum und in St. Ingbert die Errichtung des Schülerforschungs- und Technikzentrums auf der Alten Schmelz unterstützt.

Die Pläne für die Rundum-Sanierung des alten Rathauses in Homburg stehen bereits, losgehen soll es aber erst im nächsten Sommer, wobei man dann mit einem Jahr Bauzeit rechnet (wir berichteten). Genutzt werden soll das Gebäude dann als Begegnungszentrum. Die Stadtbibliothek, die hier jetzt untergebracht ist, muss zwar während der Bauarbeiten ausziehen, soll dann aber später wieder hier zu finden sein.

Bauminister Bouillon kündigt zudem weitere Hilfen an: Man stelle 2020 „erstmalig und zusätzlich zu den regulären Städtebaufördermitteln rund 2,5 Millionen Euro für das Zusatzprogramm ‚Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten‘ den Kommunen zur Verfügung“, sagte er.

Dies ergänze die Städtebauförderung und unterstützte die Städte und Gemeinden bei einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und modernen (Sportstätten-)Entwicklung unter Berücksichtigung der Belange des Umwelt- und Klimaschutzes.

Aus städtebaulicher Sicht seien Sportstätten besonders häufig von Sanierungsstaus betroffen. Sie seien jedoch ein wichtiger Teil der Infrastruktur und spielten eine große Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Das Programm für den „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ werde dem Bund bis spätestens zum 15. November zur Genehmigung eingereicht, damit die aufgenommenen Kommunen die Zuteilungsschreiben noch bis Ende des Jahres 2020 erhalten könnten.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Programmanmeldeverfahren 2021. Nach derzeitigem Stand werden die saarländischen Städte und Gemeinden in diesem Winter angeschrieben, um städtebauliche Maßnahmen zur Förderung anzumelden.