1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

Hochzeitsmesse im Saalbau lockte viele Besucher

Hochzeitsmesse in Homburg : Hochzeits-Wunderland im Saalbau

Die Hochzeitsmesse lockte am Sonntag die Besucher in den Saalbau. Sie bekamen hier viele Inspirationen für den schönsten Tag des Lebens.

Heiraten ist und bleibt im Trend. Und: Mit den Jahren und dem zunehmenden Event-Charakter des „Ja-Worts“, gleich ob „nur“ standesamtlich oder im Großen mit kirchlicher Trauung, hat sich das Angebot für Heiratswillige exponentiell erweitert. Wer sich heute für den Bund fürs Leben entscheidet, der hat so buchstäblich die Qual der Wahl. Wo soll geheiratet werden? Cool oder bodenständig? Catering oder Restaurant? Alleinunterhalter oder gleich eine ganze Band? Tischdeko? Floristik? Jungesellen- und Jungesellinnenabschied? Und wenn „Ja“, wie? Und: Was darf alles kosten, was soll alles kosten? Für die Beantwortung all dieser und vieler Fragen mehr steht ein Heer von Spezialisten zur Verfügung, die für die professionelle Gestaltung des „schönsten Tag des Lebens“ ihre Dienstleistungen anbieten.

Um sich hier einen ersten Einblick zu verschaffen oder auch schon mal konkret zu werden, taugen vor allem die klassischen Hochzeitsmessen, so auch die in Homburg. Unter dem Motto „Der erste Schritt zum perfekten Tag“ gab‘s da am vergangenen Sonntag bei der 13. Auflage dieser Veranstaltung im Kulturzentrum Saalbau jede Menge zu erkunden, zu erfragen und zu erfahren. Brautmodenanbieter hatten ebenso ihren Auftritt wie Juweliere, Deko-Spezialisten, Kosmetiker, Caterer, Floristen und, und, und. Mittendrin im bunten Treiben dabei Cathrin Bach, zusammen mit ihrem Mann Holger Veranstalter der Homburger Hochzeitsmesse. Ihre Stimmungslage zur Mittagszeit? „Mir geht’s sehr gut! Wir sind sehr glücklich. Die Aussteller sind, soweit ich gehört habe, bis jetzt sehr zufrieden, es läuft sehr gut.“ Dass der Trend zur Verbindlichkeit der Heirat weiter zunehme, dessen zeigte sich Bach ziemlich sicher. Dabei wandele sich das Ganze schon ein bisschen weg vom reinen Party-Event, verbunden auch mit einer Rückkehr zu klassischen Werten, „das kommt wieder deutlicher“.

Und sie kann auf ihre Erfahrung als frühere Inhaberin eines Brautmodengeschäfts zurückgreifen. So  hätten in der Vergangenheit vor allem jüngere Bräute die Hochzeit vor allem unter dem Aspekt einer riesigen Party gesehen: „Das musste alles supertoll sein, ein Mega-Event und das Brautkleid natürlich besser als das der besten Freundin. Es ging oft um ‚besser‘, ‚schöner‘, ‚größer‘. Und da hab ich mich dann schon manchmal gefragt: Warum gehen die eigentlich heiraten?“ Gegenwärtig spüre sie aber eine Umkehr dieses Trends, „man geht wieder heiraten, weil man sich liebt, weil man sein Leben miteinander verbringen will“. Die Hochzeitsparty sei da inzwischen eher ein Nebeneffekt.

Mit Lisa Merscher, Chefin der Tanzmanufaktur in Limbach, und ihrem Verlobten Sebastian Kilthau waren am Sonntag zwei auf der Hochzeitsmesse unterwegs, die gut für diese Rückkehr zum Kern einer Heirat stehen können. Das machte schon ein erster Satz von Sebastian Kilthau deutlich: „Wir wollen, dass unsere Hochzeit als Party geil ist – und nicht der Hochzeitsort.“ Oder, um es anderes zu formulieren: Mehr Inhalt, weniger Verpackung. Erst seit kurzem verlobt, wollten sich die beiden vor diesem Hintergrund einen ersten Eindruck über das verschaffen, was für die geplante Hochzeit im kommenden Jahr so in Frage kommen könnte. „Für uns geht es heute um die Summe all dessen, was es da gibt.“ Damit könnte man Lisa Merschers Absicht am Sonntag als „sammeln von Inspiration“ summieren.

Stoff dafür gab’s reichlich. Im großen Saal des Kulturzentrums, im Foyer und auch auf der Empore präsentierten die zahlreichen Aussteller ihre Angebote. Die Klassiker dabei natürlich: die Anbieter von Eheringen und Brautmoden. Hier gab es zusätzlich zur Präsentation am Stand um 12.30 Uhr und um 16.15 Uhr Modenschauen auf der großen Bühne. An gleicher Stelle lockte auch die Tanzschule Srutek mit ein paar Show-Einlagen von Schülerinnen und Schülern – immerhin sollte man als Braut und Bräutigam am Hochzeitstag ja vielleicht auch ein Tänzchen aufs Parkett bringen. Und nicht jeder ist da so firm.

Wandelte man so in aller Ruhe über die drei Ebenen der 13. Homburger Hochzeitsmesse, dann entwickelte sich das Bild eines „Hochzeits-Wunderlandes“. Überall funkelte und strahlte es, zuvorkommende und freundliche Menschen boten ihre Waren und Dienstleistungen rund um den Hochzeitstag an, es wurde gefragt und beraten. Denn: Am Ende soll der Hochzeitstag ja perfekt sein.