Hochschulwoche will jünger werden

Hochschulwoche will jünger werden

Nicht ohne Stolz hat die Volkshochschule Homburg am Montag die Hochschulwoche eröffnet. Kursus- und Teilnehmerzahlen sind gestiegen. Der Wissenschaftspreis geht an Anna-Maria Miederer und Dr. Dalia Alansary für ihre Forschungen zum Immunsystem.

Zwar ist die Auftaktveranstaltung der Hochschulwoche nicht mehr so gut besucht wie noch vor 15 Jahren, am Montag konnten sich die Veranstalter aber über einen durchaus guten Zuspruch freuen.

Viel Zeit hat Willi-Günther Haßdenteufel, der Leiter der Volkshochschule Homburg , in den zurückliegenden Wochen mit der Organisation der Hochschulwoche verbracht. Belohnt wurde er am Montagabend für dieses Engagement mit einer durchaus gut besuchten Auftaktveranstaltung. Die war vor allem geprägt von der Verleihung des Wissenschaftspreises der Stadt Homburg an Anna-Maria Miederer und Dr. Dalia Alansary für deren bahnbrechende Forschungen zu den Auswirkungen einer Protein-Variante auf das menschlichen Immunsystem (wir berichteten).

Die offizielle Eröffnung nutzte Haßdenteufel dazu, auch von einer Erfolgsgeschichte der Volkshochschule abseits der seit mehr als 50 Jahren stattfindenden Hochschulwoche zu berichten. "Ich kann mich daran erinnern, anlässlich der Eröffnung der 50. Hochschulwoche gesagt zu haben, dass es eine enorme Herausforderung sein wird, die damals erreichten Zahlen der Volkshochschule Homburg zu halten." Doch entgegen dieser eher nüchternen Prognose sei es gelungen, sowohl die Zahl der angebotenen Kurse als auch die Zahl der Teilnehmer zu steigern. "Das ist ein tolles Ergebnis, aus dem wir Motivation schöpfen. Wir sind stolz auf das, was wir geleistet haben."

Haßdenteufel hatte also am Montagabend viel Grund für gute Laune - ebenso wie Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Professor Michael Menger, Dekan der medizinischen Fakultät der Saar-Uni, als gemeinsame Partner der Hochschulwoche. Während Letzterer das vergangene Jahr auf dem Campus Revue passieren ließ, kam Schneidewind die Aufgabe zu, den nunmehr 18. Wissenschaftspreis der Stadt zu verleihen. Zuvor blickte er in seiner Begrüßung auf die Geschichte der Hochschulwoche zurück. Die sei eine erfolgreiche. Schneidewind ließ aber auch nicht unerwähnt, dass man sich über das Format der Eröffnungsveranstaltung durchaus Gedanken machen müsse. Sei vor 15 Jahren der Saal noch "gerammelt voll" gewesen, habe sich das geändert. "Wir sollten uns deswegen überlegen, wie wir vor allem auch jüngere Menschen ansprechen können. Hier müssen Veränderungen passieren."

Eine Konstante, davon darf man ausgehen, wird hingegen die Verleihung des Wissenschaftspreises bleiben, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird. In diesem Jahr waren 16 Arbeiten eingereicht worden, "ein Rekord in der jüngeren Vergangenheit", so Schneidewind. Die beiden Preisträgerinnen Anna-Maria Miederer und Dr. Dalia Alansary konnten ihre Überraschung über die Auszeichnung nicht verbergen. Zwar sei ihnen die Güte ihrer herausragenden Arbeit durchaus bewusst, doch habe ihre Mentorin, Professor Barbara Niemeyer, die Arbeit mehr oder minder auf eigene Faust eingereicht - sehr zur Freude der beiden Geehrten, die Niemeyer nicht nur deswegen in den höchsten Tönen lobten.

Apropos Ton: Einen gewohnt guten traf am Montagabend die Uni-Bigband. Und für den wissenschaftlichen Teil sorgte nicht weniger gelungen der Festvortrag "Viren und Krebs. Neue Wege der Infektions- und Tumorforschung im Saarland" aus dem Munde von Professorin Sigrun Smola, der Direktorin des Instituts für Virologie am Uniklinikum.

homburg.de