Hobbykünstler kamen zur Gustavsburg nach Jägersburg

Kunsthandwerk : Kunsthandwerk im passenden Ambiente

Der Markt in und an der Gustavsburg in Jägersburg lockte mit breitem Angebot die Besucher.

 Am Wochenende stand Jägersburg zwei Tage lang im Zeichen des Kunsthandwerks. Der gleichnamige Markt fand in und rund um die Gustavsburg statt. Es war die mittlerweile zweite Auflage.

„Wir haben in diesem Jahr neun Aussteller mehr und somit insgesamt 29. Auch wenn es momentan noch etwas warm ist, sind wir bereits mit der guten Resonanz zufrieden. Heute Abend und morgen, wenn es etwas abkühlt, wird dann mit Sicherheit noch mehr los sein“, meinte der Jägersburger Ortsvorsteher Jürgen Schäfer am Samstagnachmittag gegenüber unserer Zeitung. Es handele sich um einen Kunsthandwerkermarkt auf gehobenem Niveau. „Wir haben hier nur Aussteller vor Ort, die keine Sachen dazukaufen. Sie stellen alles selbst her. Wir legen auch auf eine große Vielfalt Wert. Die Qualität muss auf jeden Fall stimmen, ansonsten kommt hier keiner rein“, stellte Schäfer klar. Im Vorfeld gebe es ein Prüferteam, das die Bewerber unter die Lupe nimmt und dann den Veranstalter, den Ortsrat, informiert.

Momentan bestehe sogar bereits „eine ellenlange Warteliste von Bewerbern für unseren Kunsthandwerkermarkt“. Und weiter: „Wir wollen Jägersburg Stück für Stück voranbringen. Dieser Markt ist so toll eingeschlagen, dass er mit Sicherheit weiter durchgeführt werden wird“, betonte der Ortsvorsteher.

Das schöne Ambiente rund um die Gustavsburg soll erhalten bleiben. Von daher sei es wahrscheinlich nicht angedacht, noch bedeutend mehr Aussteller nach Jägersburg zu holen.

„Damit auch die anderen zum Zuge kommen, muss ein bisheriger Aussteller nach zwei Jahren pausieren und Platz für einen anderen machen. Es wird also stets bei uns gewechselt. Dementsprechend dürfen sich auch die Besucher stets über ein neues Angebot freuen“, berichtete Schäfer. Ein Stand im Außenbereich habe Vor- und Nachteile. Der Vorteil bestehe darin, dass er bei gutem Wetter erster Anlaufpunkt für die Besucher sei. Regne  es jedoch, müsse man mit Umsatzeinbußen rechnen. „Jeder, der hier außen steht, hat gesagt, wir bleiben auch bei Regen im Außenbereich. Man verzichtet auf einen Umzug ins Innere, das finde ich richtig klasse.“

Der komplette Erlös wird wieder dem Kindergarten zur Verfüfung gestellt. „Nächstes Jahr wollen wir mit den Standgebühren etwas höher ansetzen“, so Schäfer.

Und Homburgs Bürgermeister Michael Forster ergänzte: „Dieses tolle Angebot hatten wir so stadtweit noch nicht. Der Kunsthandwerkermarkt passt super hier in das schöne Ambiente. Die Vielfalt, dass aus allen Bereichen des Kunsthandwerks hier ausgestellt wird, macht den Reiz des Marktes aus.“

Einer der Aussteller beim Kunsthandwerkermarkt war Günter Gruber aus dem pfälzischen St. Julian. „Wir bieten Unikate aus Holz an,  hauptsächlich aus Nussbaumholz. Man kann hier Weinflaschen reinmachen, oder auch Schinken und Käse. Es ist mein Hobby, und ich mache das nebenberuflich. Ich bin von Beruf her Schlosser, aber die Schreinerei ist mein großes Hobby“, erklärte der Pfälzer. Besonders stolz war er auf seine Vorführ-Bohrmaschine, die aus dem Zeit um 1880 stammt. An der historischen Maschine konnten sich die Besucher unetr seiner Anleitung für zwei Euro selbst den passenden Einsatz für ein Teelicht bohren.

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