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Hilfsprojekt des FC Homburg läuft aus

Über 200 Einkaufsfahrten organisiert : Hilfsprojekt des FC Homburg läuft diese Woche aus

Der Bedarf besteht nun nicht mehr. In der Hochphase der Pandemie wurden fast 200 Einsätze gefahren.

Am 20. März hatte Fußball-Regionalligist FC Homburg gemeinsam mit seinem Hauptsponsor Dr. Theiss Naturwaren das Projekt „FC 08 Homburg hilft“ gestartet. In der Laufzeit von drei Monaten haben die Mitarbeiter des Vereins knapp 200 Einsätze logistisch organisiert und/oder an andere offizielle Stellen weitergeleitet (wir berichteten). Die Einkaufsfahrten hätten Mitarbeiter der Firma Theiss ausgeführt. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigen sich beide Akteure des temporär angelegten Projektes. In der Hochzeit der Pandemie sei die Projektidee für viele Menschen ein Rettungsanker gewesen – darüber seien sich beide Partner einig. Dieses Hilfsprojekt läuft jetzt in dieser Woche aus, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung weiter.

Ziel des Projektes war es, diejenigen, die allein auf sich gestellt sind, nicht mehr das Haus verlassen können oder zur Corona-Risikogruppe gehören und deshalb nicht mehr selbst einkaufen gehen, kostenlos Hilfe und Unterstützung dabei anzubieten. Waren es anfangs Anrufe von häufig älteren Menschen, die Fragen zur Pandemie stellten, trafen rasch Anfragen mit konkreten Hilfsgesuchen ein. Auch Kurioses findet sich darunter, so beispielsweise eine Mäuseplage im Keller, Gassi gehen mit dem Hund, Wegbringen von Pfandflaschen oder Grünschnitt.

„Menschlich berührend waren viele Anrufe“, weiß Rafael Kowollik, Geschäftsführer des FC 08 Homburg, zu berichten. Manches Schicksal kam dabei zur Sprache. So beispielsweise der Rentner, der kein Geld hatte, den Einkauf auch zu bezahlen oder die schwerkranke, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, die ebenfalls ohne Mittel für den Einkauf war. Die Aufgabe der Telefon-Besetzung bestand oft darin, einfach zuzuhören und Zeit zu schenken. Handelte es sich dabei um Schwerwiegendes, wurde der Kontakt innerhalb des Netzwerkes hergestellt. Folgende Partner haben das Projekt unterstützt: katholische und evangelische Kirchengemeinden, Malteser Hilfsdienst Homburg, Homburger Tafel sowie die Homburger Stadt- und Kreisverwaltungen. Auf diese Weise gelang es, die Hilfsaktion zu bündeln, um ein Stück weit Sicherheit in Alltagsangelegenheiten zu gewährleisten. Neben Privatpersonen wurden auch Fahrten für die Homburger Tafel, das Ronald-McDonald-Haus, das Universitätsklinikum des Saarlandes und das Haus am Schlossberg getätigt.