Hilfe holen ist nicht petzen!

Homburg. Hilfe holen ist kein Petzen! Das haben die Viertklässler der Homburger Grundschulen bei der Zartbitter-Theaterproduktion "Ganz schön blöd" gegen Angstmache, Erpressung und sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Kulturzentrum Saalbau erfahren

Homburg. Hilfe holen ist kein Petzen! Das haben die Viertklässler der Homburger Grundschulen bei der Zartbitter-Theaterproduktion "Ganz schön blöd" gegen Angstmache, Erpressung und sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Kulturzentrum Saalbau erfahren. Eingeladen zu diesem Präventionstheaterstück hatte die Jugendpflege des Saarpfalz-Kreises mit dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt. Mit viel Lebensfreude und Musik stärkte "Ganz schön blöd" das Vertrauen von Kindern in die eigene Wahrnehmung, unterschied zwischen schönen und blöden Gefühlen, förderte ein gesundes Misstrauen gegenüber Grenzverletzungen und somit das Vertrauen in sich selbst. Dabei gelang es den beiden Darstellern Imke Pankauke als Tine und Carsten Keller als Teugel, den Schülern anschaulich zu vermitteln, dass es mutig ist, zu den eigenen Aussagen zu stehen und sich in komischen und belastenden Situationen Hilfe zu holen. Denn "Hilfe holen ist kein Petzen und auch kein Verrat!". Doch was war geschehen? Inmitten von Kartons war Tine dabei, ihr neues Zimmer einzuräumen. Da tauchte plötzlich auch noch ein gewisser Teugel auf - halb Teufel, halb Engel mit Hörnern und kleinen Flügeln. Er möchte endlich mal Schutzengel werden. Doch leider hat er schon 17 Schutzengelprüfungen vermasselt. Nun will er bei Tine seine letzte Chance nutzen und sie 24 Stunden lang vor allen Gefahren beschützen. In dieser Zeit darf dem Mädchen nichts, aber auch gar nichts passieren. Nur dann kann aus ihm ein richtiger Schutzengel mit richtigen Flügeln werden. Aber auch bei Tine scheint er Pech zu haben. Und wie soll er Tine beschützen, wo er doch vor den wirklichen Gefahren für Kinder kleine blasse Ahnung hat? Schließlich kennt er keine üble Anmache durch Erwachsene und Jugendliche per Handy, Spielkonsole oder Internet. Bei Gefahren denkt der naive Teugel erst einmal an Erdspalten, Vulkanausbrüche, Monsterwellen oder Eisberge. Als er selbst schon nicht mehr daran glaubt, dass er die Schutzengelprüfung überhaupt noch bestehen kann, entwickelt sich zwischen ihm und Tine eine Freundschaft, die beiden weiterhilft. Tine lernt von Teugel, in schwierigen Situationen nicht aufzugeben und sich Hilfe bei Eltern, Freunden und Lehrern zu holen. Teugel entwickelt im Kontakt mit Tine ein Gespür für die Sorgen und Nöte von Mädchen und Jungen. Und genau das braucht ein richtiger Schutzengel.So übersteht Tine mit Teugels Hilfe die Peinigungen der blöden Clique im Schulbus, lernt, wie man auf erpresserische Fotos von sich und ihrer Freundin Jenny reagiert und dass man sich auch mal Hilfe holen muss, um solche Situationen zu bereinigen.