Hilfe für Patienten

Homburg. Sie bringen das mit, woran es im Klinikalltag oft fehlt: Zeit - für Gespräche, kleine Besorgungen, Spaziergänge. Damit machen sie für Patienten den Aufenthalt leichter

Homburg. Sie bringen das mit, woran es im Klinikalltag oft fehlt: Zeit - für Gespräche, kleine Besorgungen, Spaziergänge. Damit machen sie für Patienten den Aufenthalt leichter. "Grüne Damen und Herren" nennen sich die ehrenamtlichen Krankenhaushelfer - und am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) können sie jetzt sogar Geburtstag feiern: 20 Jahre gibt es sie hier mittlerweile. Sie, das sind heute 25 Freiwillige, die sich in ihrer Freizeit in der Patientenbetreuung am UKS engagieren - und helfen mit verschiedenen Tätigkeiten. Das wird nun auch gefeiert am Freitag, 21. Oktober, 13 Uhr im UKS in Homburg. Bei der Veranstaltung wird Paul Staut, Pflegedirektor des UKS, die Helfer ehren.Es war im Oktober 1991, als sich die "Grünen Damen und Herren" am UKS gründeten mit dem Ziel, Patienten einmal in der Woche auf den Stationen zu besuchen und ihnen mit ihrer Zeit zu helfen. Die Jahre sind vergangen, die Hilfe geblieben. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter bieten den Kranken weiter zwischenmenschlichen Beistand, und ihre Aufgaben sind sehr vielseitig. Sie führen Gespräche, erledigen Einkäufe, unternehmen Spaziergänge oder begleiten Patienten bei Untersuchungen. Darüber hinaus vermitteln sie Hilfen oder geben Wünsche und Anliegen weiter. Und bei allen ihren Aufgaben ist ihr Ohr immer offen für Sorgen und Ängste der Patienten.

Bei den Kranken kommt die Hilfe sehr gut an, manch einer nennt die Freiwilligen sogar "Grüne Engel", schreibt das Universitätsklinikum weiter. Heute, 20 Jahre nach der Gründung, besteht die Krankenhaushilfe aus einem Mann und 24 Frauen, von denen zwei seit dem ersten Tag mit dabei sind. Und was ist mit den Helfern selbst? Die "Grünen Damen und Herren" empfinden ihre Arbeit bei der Krankenhaushilfe als "erfüllend", aus dem einfachen Grund, weil sie gebraucht werden. "Sich mit kranken Menschen zu beschäftigen ist für mich eine Berufung", sagte etwa eine von ihnen. Gerade von schwer kranken und sterbenden Menschen habe sie sehr viel Kraft für das eigene Leben bekommen: "Wenn ich an einem Tag einem Patienten helfen kann, dann hat sich dieser Tag gelohnt." Die Patienten wiederum sind sehr dankbar für ihre Hilfe.

Monika Funk koordiniert die Arbeit der Ehrenamtlichen Krankenhaushilfe. Sie wählt die Bewerber aus, kümmert sich um die Koordination der Arbeit und steht als Gesprächspartnerin bei Problemen zur Verfügung. Und welche Voraussetzungen müssen diejenigen mitbringen, die sich einsetzen möchten? Für den Dienst müssen die Bewerber geeignet sein, das bedeutet vertrauenswürdig, kooperativ und vor allem psychisch und physisch belastbar, heißt es dazu von der Uniklinik.

Ursprünglich stammt die Idee übrigens aus den USA, wo die "Pink Ladies" schon seit vielen Jahrzehnten Freiwilligendienste in den Pflegeeinrichtungen übernehmen. 1969 hielten dann die Grünen Damen und Herren Einzug in deutsche Krankenhäuser, und seit 1991 sind die Freiwilligen auch am UKS in Homburg im Einsatz. red

Kontakt. Monika Funk, Koordinierungsstelle der Ehrenamtlichen Krankenhaushilfe Im Universitätsklinikum des Saarlandes Gebäude 33, Tel. (0 68 41) 1 62 32 74, E-Mail: monika.funk@uks.eu.

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