Herbstliche Kulturerlebnistour

Wörschweiler. Vor dem Hintergrund des 2010 auch in der Saarpfalz begangenen Jubiläums "600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken" verspricht die herbstliche Tafel- und Kulturerlebnistour "Weißes Gold und weiße Mönche" am 26. September zwischen Gutenbrunner Tal und Wörschweiler Hof allerlei spannenden Begegnungen

Wörschweiler. Vor dem Hintergrund des 2010 auch in der Saarpfalz begangenen Jubiläums "600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken" verspricht die herbstliche Tafel- und Kulturerlebnistour "Weißes Gold und weiße Mönche" am 26. September zwischen Gutenbrunner Tal und Wörschweiler Hof allerlei spannenden Begegnungen. Entlang ausgewählter Themen und Stationen werden dabei markante Kapitel der Geschichte Pfalz-Zweibrückens lebendig und zudem die Wörschweiler Kulturlandschaft als Teil des Biosphärenreservats Bliesgau stärker ins Bewusstsein gerückt. Ausgangspunkt der von Klaus Friedrich und dem Wörschweiler Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger konzipierten Erlebnistour wird im Gutenbrunner Tal die Walpurgiskapelle jenes einstmals als herzogliches "Maison de Plaisance" errichteten Schlosses Louisenthal sein, das ab 1766 Sitz der von Christian IV. gegründeten "Feinen Geschirr und Porzellanmanufaktur" war. Bis 1769 wurde hier das berühmte "weiße Gold aus Zweibrücken" produziert, das heute auf Grund seiner Seltenheit zu den begehrtesten Marken der Welt zählt. Neben dieser glanzvollen Episode erfährt man mehr über Gutenbrunnens Vergangenheit als Kurbad, Hofgut und Forstsitz - und begegnet bei all dem auch jenem legendären, ebenfalls mit diesem besonderen Ort verbundenen Regiment "Royal Deux-Ponts". Vorbei an den eigens für diese Wanderung freigelegten Relikten vormaliger Weinbauterrassen und noch erhaltenen Wingertsmauern führt die Wanderung anschließend zu der Ruine des vormaligen Zisterzienserklosters Wörschweiler. 1131 an der Stelle einer antiken Kultstätte als Benediktinerpriorat errichtet, wurde es 1171 in ein Zisterzienserkloster umgewandelt. 1533 übernahmen es die Zweibrücker Pfalzgrafen, die den Konvent der "weißen Mönche" 1558 schließlich im Zuge der Reformation aufhoben. Von den stimmungsvollen Relikten der 1614 ausgebrannten Klosteranlage geht es ein Stück lang weiter auf Europas bedeutendster Kulturstraße - dem Jakobspilgerweg. Im Wörschweiler Hof besteht dann Gelegenheit, sich auch kulinarisch der Herzogszeit zu nähern: So bietet der Homburger Gastronom Joachim Jann während dieser Veranstaltung ein Drei-Gänge-Menü nach regionalen Originalrezepten des 18. Jahrhunderts an. Treffpunkt für die rund zweistündige Wanderung mit anschließender Einkehr in einem Anwesen des 18. Jahrhunderts und Möglichkeit zur Teilnahme an einem barocken Drei-Gänge-Menü ist um 15 Uhr die Walpurgis-Kapelle im Gutenbrunner Tal. Parkmöglichkeiten sind in ausreichender Zahl auf dem Parkplatz Limbacher Straße 32, vorhanden. Von dort aus sind sowohl die Walpurgis-Kapelle als auch der Wörschweiler Hof in rund 15 Minuten bequem zu Fuß zu erreichen. Es wird festes Schuhwerk empfohlen. redVerbindliche Anmeldungen zum Drei-Gänge-Menü nach regionalem Originalrezept von 1769 nimmt ausschließlich das Hotel Stadt Homburg unter der Telefonnummer (0 68 41) 13 31 entgegen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird eine rechtzeitige Anmeldung bis spätestens Dienstag, 21. September, dringend erbeten (es gilt die Reihenfolge des Anmeldeeingangs). Für das barocke Drei-Gänge-Menü wird ein Kostenbeitrag von 15 Euro je Teilnehmer erhoben, für die vorangehende Kulturerlebnistour ein vor Ort zu leistender Kostenbeitrag von 4 Euro je Teilnehmer (inklusive einer themenbezogenen Kostprobe nach Rezept von 1769 und entsprechendem Informationsmaterial).